Eine neue EU-Policy zur Unterstützung von Transitional Justice – wegweisend für eine deutsche Umsetzungsstrategie?

05.04.2016 - 11:36
Eine neue EU-Policy zur Unterstützung von Transitional Justice – wegweisend für eine deutsche Umsetzungsstrategie?

Ende letzten Jahres hat der Europäische Rat erstmals ein „policy framework“ zur Unterstützung von Transitional Justice-Prozessen verabschiedet. Dieser neue strategische Rahmen soll die Unterstützung der EU strukturieren und ihr erlauben, bei Transitional Justice-Prozessen in Partnerländern – aber auch im Zusammenspiel mit internationalen Institutionen und Regionalorganisationen – eine aktivere und konsistentere Rolle zu spielen.

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World Disasters Report 2015: fragile Kontexte und langandauernde Konflikte im Blick?

12.11.2015 - 10:53

Im Oktober präsentierte die „International Federation of Red Cross and Red Crescent Societies“ den “World Disasters Report 2015”. Während der Report Zahlen und Fakten zu Humanitärer Hilfe im Jahr 2014 liefert, befasst er sich in zwei Kapiteln auch mit Humanitärer Hilfe im Kontext von Fragilität und der Rolle lokaler Akteure in langandauernden Konfliktsituationen.

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„Der einfache Teil liegt hinter uns“ – Verhandlungen zur Post-2015-Agenda beendet

04.08.2015 - 20:00
„Der einfache Teil liegt hinter uns“ – Verhandlungen zur Post-2015-Agenda beendet

Am Wochenende haben sich die Delegierten der 193 UN-Mitgliedstaaten auf eine neue ‪Entwicklungs- und Nachhaltigkeitsagenda‬‬ bis 2030 geeinigt. Das Abschlussdokument “Transforming our World: The 2030 Agenda for Sustainable Development” markiert damit den Endpunkt eines Prozesses, der mit der Rio+20-Konferenz begann und der seine Fortsetzung im Bericht des High-Level-Panels, umfangreichen Konsultationen, dem Vorschlag der Open Working Group sowie dem Synthesebericht des Generalsekretärs fand.

Entsprechend emotional waren die Reaktionen der Delegierten, als die beiden Vorsitzenden des Verhandlungsprozesses, die Botschafter Macharia Kamau und David Donoghue, am frühen Montagmorgen deutscher Zeit die Annahme des Papiers verkündeten – Standing Ovations und Selfie-Festival der Delegierten auf Twitter inklusive. Aber nicht nur die Delegierten, auch die meisten zivilgesellschaftlichen Organisationen begrüßten das Ergebnis.

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Ein Peacebuilding Council anstelle der Peacebuilding Commission?

17.06.2015 - 18:59

Gestern wurde in Den Haag der Bericht der Commission on Global Security, Justice and Governance präsentiert. Die von der ehemaligen US-Außenministerin Madeleine Albright und dem ehemaligen UN-Untergeneralsekretär Professor Ibrahim Gambari geleitete Kommission fokussiert sich in ihrem Bericht auf drei zentrale Herausforderungen, die eine Reform der Global Governance Architekur besonders drängend machen:

  1. Fragile und von gewaltsamen Konflikten betroffene Staaten
  2. Klima und Bevölkerung
  3. Die globalisierte Wirtschaft

Aufbauend auf der Analyse der Defizite aktueller Global Governance leitet sie folgende sechs Vorschläge für die Reform der Vereinten Nationen ab:

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Erdbeben in Nepal – Konfliktsensible Herausforderungen einerseits, Chance zum Wandel andererseits?

27.05.2015 - 14:59

Die Erdbeben in Nepal haben das Land sehr schwer getroffen. Bislang wurden über 8.600 Tote gemeldet, Häuser und ganze Dörfer sind zerstört. Insbesondere entlegende Regionen des Landes wurden schwer getroffen. Gerade hier wohnen jene Bevölkerungsgruppen, die marginalisiert sind, denen es an physischer und sozialer Infrastruktur sowie Teilhabemöglichkeiten mangelt. Die katastrophalen Folgen des Erdbebens stellen nicht nur die Bevölkerung Nepals, sondern auch die Regierung, die Zivilgesellschaft sowie die internationale Gemeinschaft vor geographische, politische und gesellschaftliche Herausforderungen. Nicht vergessen werden sollte jedoch, dass der Kontext in Nepal eines konfliktsensiblen Vorgehens bedarf, da auch fast zehn Jahre nach Beendigung der gewaltsamen Auseinandersetzungen die strukturellen Konfliktursachen weiterhin aktuell sind.

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Über diesen Blog

In diesem Blog begeben sich die FriEnt-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf die Suche nach der "Friedensmacht Europa", fragen nach der Rolle der Vereinten Nationen bei der Verbindung von Frieden und Entwicklung und blicken auf aktuelle Entwicklungen bei OECD und Weltbank.

Dieser Blog versteht sich somit als konstruktive Auseinandersetzung mit aktuellen Trends und Prozessen rund um die Themen Friedensförderung und Krisenprävention auf internationaler Ebene. Gleichzeitig wollen wir damit die Debatte anregen: Wo ist der strategische Kompass beim internationalen Engagement für Frieden und Entwicklung? Und wie sieht es in der Praxis aus?

Wir freuen uns über Ihre Kommentare, Anregungen und Vorschläge!

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