Gemeinsame UN/Weltbank Studie: Prävention wirkt – und inklusive Entwicklung ist der beste Weg dorthin

28.09.2017 - 16:00

von Marc Baxmann und Max Middeke (GIZ)

Gewaltsame Konflikte werden immer komplexer und hartnäckiger. Gleichzeitig sind mehr nichtstaatliche, regionale und internationale Gewaltakteure beteiligt. Häufig sind die gewaltsamen Konflikte der Gegenwart eng mit globalen Herausforderungen, wie Klimawandel oder internationale organisierte Kriminalität, verbunden. Für von Konflikten betroffene Staaten rückt die Erreichung der SDGs bis 2030 in weite Ferne. Diese und andere globale Trends haben in der internationalen Debatte neuen Schwung für Krisenprävention gebracht. Auch UN-Generalsekretär Antonio Guterres hat Krisenprävention und Friedensförderung zum Kernthema seiner Amtszeit gemacht. Ein erstes Ergebnis dieser neuen Aufmerksamkeit ist die gemeinsame Studie von Weltbank und UN „Pathways for Peace: Inclusive Approaches to Preventing Violent Conflict”.

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Agenda 2030: Roadmap für friedliche, gerechte und inklusive Gesellschaften vorgestellt

27.09.2017 - 02:00

Seit zwei Jahren ist die Agenda 2030 in Kraft. Im Fokus steht nun die Operationalisierung, Umsetzung und Überprüfung der SDGs. Akteure der Friedens- und Entwicklungsarbeit stehen vor der Herausforderung, die Relevanz, die Chancen und Risiken des neuen Rahmenwerkes für die eigene Arbeit zu bestimmen und darauf aufbauend Prioritäten und Umsetzungsstrategien zu entwickeln. Aber wie können die ambitionierten – und gleichzeitig schwer greifbaren – Ziele der Agenda 2030 für friedliche, gerechte und inklusive Gesellschaften in konkrete Handlungen übertragen werden? Wo soll man anfangen, gerade in schwierigen Kontexten? Die sogenannte „Pathfinders“ Gruppe von UN-Mitgliedsstaaten, internationalen Organisationen und zivilgesellschaftlichen Gruppen hat dafür jetzt eine „Roadmap for Peaceful, Just and Inclusive Societies”  in New York vorgestellt.

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Die Umsetzung des New Deal in der Zentralafrikanischen Republik

11.07.2017 - 02:00

Erst kürzlich beschloss die durch langjährige Konflikte geprägte Zentralafrikanische Republik (ZAR) ihren National Recovery and Peacebuilding Plan (RCPCA) und nahm die Prinzipien des New Deal for Engagement in Fragile States darin auf. Bereits der Planungsprozess wendete die Prinzipien des New Deals an und war somit durch ein ungewöhnlich hohes Maß an Inklusivität geprägt. Aus diesem Anlass organisierte die „Civil Society Platform for Peacebuilding and Statebuilding“ (CSPPS) am 8 Juni den Workshop ”Supporting partnerships for sustainable peace in the CAR” im Rahmen der European Development Days in Brüssel. Der Workshop gab Vertreter/innen aus Staat und Zivilgesellschaft aus der ZAR die Möglichkeit, sich mit Gebern über die Förderung von nachhaltigem Frieden und die Umsetzung des New Deal auszutauschen.

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Neuer UN-Generalsekretär: „Krisenprävention muss nicht nur eine Priorität sein, sondern muss DIE Priorität sein"

18.01.2017 - 18:25
Neuer UN-Generalsekretär: „Krisenprävention muss nicht nur eine Priorität sein, sondern muss DIE Priorität sein"

Gastbeitrag von Volker Lehmann aus dem Büro der Friedrich-Ebert-Stiftung in New York

Am 10. Januar 2017 fand im UN-Sicherheitsrat unter der Präsidentschaft Schwedens eine offene Debatte zum Thema Krisenprävention und nachhaltiger Frieden statt. Es war der erste Auftritt von António Guterres als Generalsekretär der UN vor dem Rat. Der portugiesische Ex-Premierminister nutzte die Gelegenheit, Eckpunkte für seine zukünftige friedenspolitische Arbeit zu präsentieren. In den Mittelpunkt seiner Überlegungen stellte Guterres das “Sustaining Peace”-Konzept – ein umfassender Ansatz zur Friedenssicherung vor, während und nach dem Ausbruch von Konflikten. Der Sicherheitsrat (S/RES/2282) und die Generalversammlung (A/RES/70/262) hatten das Konzept im letzten Jahr verabschiedet.

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Wie können VN-Peacekeeping Missionen weiblicher werden?

26.10.2016 - 17:19

In einer Ausstellung rückt das Auswärtige Amt von 26. Oktober bis 25. November 2016 „Frauen und die Vereinten Nationen“ in den Fokus. Während die Ausstellung das Thema Geschlechtergerechtigkeit und Frauenrechte in den Vereinten Nationen (VN) im Wandel der Zeit betrachtet, weist Charles Kenny im Blog des Think Tanks „Center for Global Development“ auf den Mangel an weiblichem Personal in VN-Peacekeeping Missionen hin. Weibliche Militär- und Polizeiangehörige könnten einen wichtigen Beitrag zu Sicherheit leisten. Studien hätten gezeigt, dass ein höherer Anteil weiblicher Peacekeeper sexuellen Missbrauch und Ausbeutung reduziere. Darüber hinaus werde die Anwesenheit weiblicher Peacekeeper mit allgemein erfolgreicheren Operationen assoziiert. Dieser Erkenntnisse zum Trotz waren im August 2016 nach offiziellen Angaben der Vereinten Nationen durchschnittlich nur gut vier Prozent der VN-Peacekeeper Frauen.

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Über diesen Blog

In diesem Blog begeben sich die FriEnt-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf die Suche nach der "Friedensmacht Europa", fragen nach der Rolle der Vereinten Nationen bei der Verbindung von Frieden und Entwicklung und blicken auf aktuelle Entwicklungen bei OECD und Weltbank.

Dieser Blog versteht sich somit als konstruktive Auseinandersetzung mit aktuellen Trends und Prozessen rund um die Themen Friedensförderung und Krisenprävention auf internationaler Ebene. Gleichzeitig wollen wir damit die Debatte anregen: Wo ist der strategische Kompass beim internationalen Engagement für Frieden und Entwicklung? Und wie sieht es in der Praxis aus?

Wir freuen uns über Ihre Kommentare, Anregungen und Vorschläge!

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