Zur Zeit wird gefiltert nach: Instrument für Stabilität
Filter zurücksetzen

OECD Peer Review: Die EU soll ihren Mehrwert für Friedensförderung besser nutzen

Am 24. April hat der Entwicklungsausschuss (DAC) der OECD den Peer Review Bericht zur EU veröffentlicht. Die unabhängige Überprüfung von strategischer Ausrichtung und Umsetzung der EU-Entwicklungszusammenarbeit kommt dabei zu durchaus positiven Ergebnissen. Die EU leiste einen wertvollen, manchmal entscheidenden Beitrag bei der Armutsbekämpfung. Seit dem letzten Peer Review 2007 seien signifikante Fortschritte in der operativen Umsetzung und bei der Wirkungsbeobachtung gemacht worden. Gleichzeitig macht die OECD eine Reihe von Vorschlägen, wie die EU den eingeschlagenen Weg fortführen und die Wirkung ihrer Entwicklungszusammenarbeit weiter erhöhen kann.

Neben der besseren Abstimmung und Zusammenarbeit mit und zwischen den EU-Mitgliedstaaten sieht der Bericht dabei auch Optimierungspotential bei der Zusammenarbeit mit fragilen Staaten und dem EU-Engagement in Konfliktsituationen.

[mehr]
Marc Baxmann(Marc.Baxmann@bmz.bund.de)PermalinkKommentare 0Gravatar: Marc Baxmann
Views: 61

Auf der EU-Agenda 2012 (I): Finanzrahmen und Länderstrategien

Unterhalb der aktuellen Megaprojekte Eurorettung und Schuldenkrise werden drei Großbaustellen die EU-Agenda 2012 an der Schnittstelle von Frieden und Entwicklung bestimmen: (1.) Die abschließenden Verhandlungen zum mehrjährigen Finanzrahmen 2014 bis 2020 (einschließlich neuer Länderstrategiepapiere), (2.) die Rollenfindung des Europäischen Auswärtigen Dienstes und dessen Verhältnis zur Kommission und – eventuell –  (3.) die Veröffentlichung und Umsetzung eines EU-Aktionsplans zu Konflikt und Fragilität.

(1.) 2012 bastelt die EU weiter an ihrem Mehrjährigen Finanzrahmen 2014-2020 (Multiannual Financial Framework, MFF). Die Verhandlungen zwischen Rat und Parlament sollen bis Ende des Jahres abgeschlossen sein. Bereits im Juni 2011 hat die Europäische Kommission ihre Vorschläge für den nächsten MFF präsentiert. Im Dezember hat sie dann Vorschläge für die Regulierungen der neun geographischen und thematischen Instrumente vorgelegt, auf die das EU-Budget im Bereich Auswärtiges Handeln aufgeteilt wird. Die Kommissionsvorschläge sehen für diesen Bereich ein Budget von etwa 96 Milliarden Euro vor (inklusive der Mittel für den Europäischen Entwicklungsfonds, der wohl weiterhin außerhalb des EU-Budgets bleiben wird). Mehr Engagement für Krisenprävention gehörte dabei zu den sechs strategischen Prioritäten, die die Budgetaufstellung laut Kommission geleitet haben.

[mehr]
Marc Baxmann(Marc.Baxmann@bmz.bund.de)PermalinkKommentare 0Gravatar: Marc Baxmann
Views: 245

Neue Ausschreibungen im Rahmen des Stabilitätsinstruments

Nach längerer Pause hat die Europäische Kommission wieder eine Runde von Ausschreibungen („Call for Proposals“) im Rahmen der langfristigen Komponente des Stabilitätsinstruments veröffentlicht. Bislang wurden vier „lokale Calls“ von den Delegationen in Nicaragua, Bolivien, Jemen und Pakistan ausgeschrieben. Antragsberechtigt sind lokale und internationale zivilgesellschaftliche Organisationen.

Die inhaltlichen Schwerpunkte der Ausschreibungen richten sich noch nach dem Jahresaktionsprogramm 2010 der langfristigen Komponente des Stabilitätsinstruments. Die jeweiligen Calls setzen in diesem Rahmen eigene, länderspezifische Schwerpunkte. Insgesamt sind für die bisherigen Calls der Ausschreibungsrunde etwas über 5 Millionen Euro veranschlagt. Die Prioritäten sind:

[mehr]
Marc Baxmann(Marc.Baxmann@bmz.bund.de)PermalinkKommentare 0Gravatar: Marc Baxmann
Views: 453

Über diesen Blog

In diesem Blog begeben sich die FriEnt-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf die Suche nach der "Friedensmacht Europa", fragen nach der Rolle der Vereinten Nationen bei der Verbindung von Frieden und Entwicklung und blicken auf aktuelle Entwicklungen bei OECD und Weltbank.

Dieser Blog versteht sich somit als konstruktive Auseinandersetzung mit aktuellen Trends und Prozessen rund um die Themen Friedensförderung und Krisenprävention auf internationaler Ebene. Gleichzeitig wollen wir damit die Debatte anregen: Wo ist der strategische Kompass beim internationalen Engagement für Frieden und Entwicklung? Und wie sieht es in der Praxis aus?

Wir freuen uns über Ihre Kommentare, Anregungen und Vorschläge!



Archiv