Die Umsetzung des New Deal in der Zentralafrikanischen Republik

Marc Baxmann


11.07.2017 - 02:00


Erst kürzlich beschloss die durch langjährige Konflikte geprägte Zentralafrikanische Republik (ZAR) ihren National Recovery and Peacebuilding Plan (RCPCA) und nahm die Prinzipien des New Deal for Engagement in Fragile States darin auf. Bereits der Planungsprozess wendete die Prinzipien des New Deals an und war somit durch ein ungewöhnlich hohes Maß an Inklusivität geprägt. Aus diesem Anlass organisierte die „Civil Society Platform for Peacebuilding and Statebuilding“ (CSPPS) am 8 Juni den Workshop ”Supporting partnerships for sustainable peace in the CAR” im Rahmen der European Development Days in Brüssel. Der Workshop gab Vertreter/innen aus Staat und Zivilgesellschaft aus der ZAR die Möglichkeit, sich mit Gebern über die Förderung von nachhaltigem Frieden und die Umsetzung des New Deal auszutauschen.


Die Veranstaltung fand in Kooperation mit dem Bêkou Trust Fund der Europäischen Kommission statt. Der Fonds war der erste EU Treuhandfonds, der von der EU speziell für eine (Post-) Krisensituation entwickelt wurde. Er berücksichtigt Lernerfahrungen und damit die Notwendigkeit, Programme für Wiederaufbau und Entwicklung mit Programmen der humanitären Hilfe zu verbinden, um die ZAR dazu zu befähigen sich selbst zu entwickeln. Die Zivilgesellschaft erhält ebenfalls direkte Zuwendungen aus dem Trust Fund. 

CSPPS ist der zentrale Ort, um die Perspektiven und Stimmen zivilgesellschaftlicher Akteure im International Dialogue on Peacebuilding and Statebuilding und in die Umsetzung des New Deal einzubringen. Außerdem bietet die Plattform ein Nord-Süd Lern- und Austauschforum für den Dialog und die Abstimmung zu internationalen Prozessen über den New Deal hinaus. FriEnt ist Mitglied der CSPPS. Damit fördern wir die internationale Vernetzung und den Austausch zwischen friedenspolitischen Organisationen zu aktuellen Trends der Friedensförderung.

Im Rahmen der European Development Days wurde auch die Neuauflage des Europäischen Konsenses zur Entwicklungspolitik unterzeichnet. Der Konsens ersetzt den alten Rahmen für die EU-Entwicklungszusammenarbeit aus dem Jahre 2006. Insbesondere bezieht er die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung ein.

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