Mediation und Dialog auf der EU-Agenda

Der Rat für Allgemeine Angelegenheiten und Außenbeziehungen (GAERC) hat auf seiner Sitzung im November 2009 ein gemeinsames Konzept des Rates und der Kommission zu Mediation und Dialog angenommen. Dieses neue Konzept soll die Grundlage für das Engagement der EU im Bereich Mediation und Dialog bilden und enthält Vorschläge, wie die Kapazitäten der EU gestärkt und die Unterstützung für Mediation und Dialog sowie für professionelle Mediatoren ausgebaut werden kann.

Die EU, so das Konzept, sei als globaler Akteur gut geeignet, um in Konfliktsituationen als glaubwürdiger Vermittler aufzutreten. Eine Vielzahl von EU-Akteuren, wie die Delegationen vor Ort, die EU-Sonderbeauftragten, die rotierende Ratspräsidentschaft oder auch die ESVP-Missionen, können Mediations- und Dialogprozesse unterstützen und selber durchführen. Die EU besitze daher ein großes Potential im Bereich Mediation und der Faszilierung oder Unterstützung von Dialogprozessen, dass die EU weiter ausbauen und nutzen will. Ein besser koordinierter und stärker fokussierter Ansatz soll die Möglichkeiten der EU nun vergrößern. Statt – wie bisher – nur ad-hoc tätig zu werden, soll ein systematischer Ansatz die Effektivität und Wirkung des EU Engagements vergrößern.

(siehe auch: EPLO Statement on the European Union’s Role in Dialogue and Mediation)

Marc Baxmann(Marc.Baxmann@bmz.bund.de)Gravatar: Marc BaxmannPermalinkTrackback-Link
Tags: eu, mediation, dialog
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Über diesen Blog

In diesem Blog begeben sich die FriEnt-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf die Suche nach der "Friedensmacht Europa", fragen nach der Rolle der Vereinten Nationen bei der Verbindung von Frieden und Entwicklung und blicken auf aktuelle Entwicklungen bei OECD und Weltbank.

Dieser Blog versteht sich somit als konstruktive Auseinandersetzung mit aktuellen Trends und Prozessen rund um die Themen Friedensförderung und Krisenprävention auf internationaler Ebene. Gleichzeitig wollen wir damit die Debatte anregen: Wo ist der strategische Kompass beim internationalen Engagement für Frieden und Entwicklung? Und wie sieht es in der Praxis aus?

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