Frieden, Entwicklung und Sicherheit

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„Comprehensive approach“, „3D“, „whole of government“, „vernetzte Sicherheit“, „zivil‐militärische Zusammenarbeit“ – in den vergangenen Jahren wurden viele Begriffe geprägt, um das Zusammenwirken außen‐, sicherheits‐ und entwicklungspolitischer Akteure in fragilen und von Konflikten betroffenen Ländern zu beschreiben. Dahinter steht die Annahme eines Zuwachs an Effektivität, Effizienz und politischem Gestaltungsspielraum.
Allerdings führt die Begriffsvielfalt oftmals zu Missverständnissen unter den beteiligten Akteuren. Ebenso lösen die zugrundeliegenden Konzepte zum Teil heftige Kontroversen aus, aufgrund verschiedener Wert‐ und Zielvorstellungen sowie unterschiedlicher Verständnisse von Kernbegriffen wie „Sicherheit“, „Krisenprävention“ oder „Zusammenarbeit“: Wessen Sicherheit soll gewährleistet oder wieder hergestellt werden? An welchen Zielen orientiert sich ein Engagement externer Akteure, wer formuliert diese und die entsprechende Strategie? Was bedeutet dies für die zivil‐militärische Interaktion oder die Zusammenarbeit staatlicher und zivilgesellschaftlicher Akteure vor Ort? Und welche konkreten Möglichkeiten, aber auch Probleme sind mit einer Zusammenarbeit verbunden?
Diese Fragen stellen sich nicht nur auf nationalstaatlicher Ebene – im Kontext der ressortübergreifenden Zusammenarbeit und der Interaktion zwischen bilateralen militärischen und zivil-staatlichen als auch zivilgesellschaftlichen Akteuren. Auch im Rahmen multilateraler Friedens- und Stabilisierungsmissionen wie von der UN, AU und EU wird die Bedeutung und Rolle entwicklungs- und friedenspolitischer Akteure und Ansätze vermehrt diskutiert. mehr
Aktivitäten
FriEnt/BICC Arbeitsgespräch zu zivil-militärischen Schnittstellen
Bericht vom FriEnt/BICC Arbeitsgespräch am 7. September 2006 mehr
