Die EU, Frieden und Entwicklung

Relevante entwicklungs- und friedenspolitische Weichenstellungen erfolgen immer stärker auf internationaler Ebene. Ein zunehmend wichtiger Akteur ist hierbei die Europäische Union, die sich seit Mitte der 90er Jahre intensiv mit der Prävention und Bearbeitung von gewaltsamen Konflikten auseinandergesetzt und Krisenprävention mit dem Göteborger Programm von 2001 zum expliziten Ziel der EU-Außenbeziehungen erklärt hat. Eine bedeutende Rolle schreibt sie dabei der Entwicklungszusammenarbeit zu, die auf den Abbau struktureller Konfliktursachen und den Aufbau von Mechanismen des gewaltfreien Konfliktaustrags hinwirken soll. Wesentliche Grundlage hierfür ist das Cotonou-Abkommen zwischen der EU und der Gruppe der afrikanischen, karibischen und pazifischen Staaten (AKP-Staaten), das beide Seiten zur friedlichen Konfliktlösung verpflichtet.
Gleichzeitig verstärkt die EU mit dem weiteren Ausbau der Gemeinsamen Sicherheits- und Verteidigungspolitik ihr Engagement im Bereich des operativen Krisenmanagements und baut ihre Kapazitäten im zivilen und militärischen Bereich aus. Im neuen Europäischen Auswärtigen Dienst werden die unterschiedlichen Politikbereiche und regionalen Kompetenzen gebündelt. Damit ergeben sich gleichzeitig Chancen und Herausforderung für die Verknüpfung von Europäischer Friedenspolitk und Entwicklungszusammenarbeit. mehr
Aktivitäten
Neue Impulse für eine strategische EU-Friedenspolitik?
Bericht vom FriEnt-Fachgespräch am 6. Dezember 2011 mehr
Potentiale des Menschenrechtsdialogs EU-Indonesien für Frieden und Entwicklung
Bericht vom FriEnt-Rundtisch Indonesien am 4. Oktober 2010 mehr
Zur Rolle der EU in der Region Tschad/Sudan
Bericht vom FriEnt-Rundtisch Tschad/ Sudan am 24. Juni 2009 mehr
