Die UN und Friedensförderung

© UN Photo/Paulo Filgueiras

Auf internationaler Ebene sind die Vereinten Nationen bei Fragen von internationalem Frieden und kollektiver Sicherheit völkerrechtlich die primär zuständige Institution und genießen aufgrund ihrer universellen Mitgliedschaft eine besondere Legitimität. Von ihnen gingen in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder zentrale Impulse für die globale friedens- und sicherheitspolitische Agenda aus, die ihren Widerhall in nationalen Politik- und Strategieansätzen finden, wie bspw. durch die wegweisende "Agenda for Peace" oder den Bericht "In Larger Freedom".

Sie entfalten dabei auf sehr unterschiedlichen Ebenen Wirkung und beeinflussen das Engagement der internationalen Gemeinschaft in gewalttätigen Konflikten. Zum einen fungieren sie als Forum für Abstimmungs- und Entscheidungsprozesse der Staatengemeinschaft. Darüber hinaus verfügen sie aber auch über eine Vielfalt an diplomatischen sicherheits- und entwicklungspolitischen Instrumente, die sie zur Bewältigung von Konflikten einsetzen können. Gerade an der Schnittstelle zwischen traditionellen UN Friedensmissionen (Peacekeeeping) und dem mittel- bis langfristigem Postkonflikt-Engagement ("Friedenskonsolidierung" bzw. Peacebuilding) wird das Instrumentarium zunehmend weiterentwickelt und die Verknüpfung mit den originär entwicklungspolitisch geprägten Instrumenten und Programmen wie bspw. UNDP gestärkt.

Neben Friedensmissionen und Entwicklungsprogrammen der UN sind aber gerade auch die humanitären Akteure aus dem UN-System (UN-HCR, WFP, UN-OCHA) in den Konflikt- und Postkonfliktregionen zumeist stark vertreten. Sie spielen allerdings eine besondere Rolle - ähnlich wie die humanitären Organisationen auf nationaler Ebene - die sich an den humanitären Prinzipien orientiert.

Vor diesem Hintergrund unterstützt FriEnt seine Mitglieder dabei, die entsprechenden Entwicklungen auf Ebene der UN zu analysieren und Anknüpfungspunkte in der Arbeit vor Ort ebenso wie auf Ebene der Politikformulierung und Strategieentwicklung zu identifizieren.

Eine systematische Aufschlüsselung der verschiedenen Ebenen des UN Engagements mit Relevanz für entwicklungspolitische Friedensarbeit finden Sie hier.

 

Aktivitäten

Die UN-Architektur für Friedensförderung

Bericht vom FriEnt-Fachgespräch am 24. Oktober 2012  mehr


Präventive Diplomatie – Verhandeln bevor es zu spät ist?

Bericht von der Podiumsdiskussion anlässlich des UN-Friedenstages 2012  mehr


Neuer Staat - endlich Frieden?

Bericht von der Podiumsdiskussion anlässlich des UN-Friedenstags 2011  mehr


FriEnt-Publikationen

Dokumentation der Podiumsdiskussion zum Internationalen Friedenstag 2012
Brot für die Welt-EED, FES, FriEnt  | 2013
Dokumentation der Podiumsdiskussion zum Internationalen Friedenstag 2011
EED, FES, FriEnt  | 2012
Essay Series - Part VI
Vanessa Wyeth | FriEnt  | 2011
Ergebnisse 1 bis 3 von 5

Aktuelles

Special Research Report
Security Council Report  | 2013
Report from the UNDP workshop
UNDP  | 2012
weitere Hinweise

Mitgliederpublikationen

Erfahrungen und Chancen für deutsches Engagement
Philipp Rotmann | Friedrich-Ebert-Stiftung  | 2012
Towards a More Principled Relationship
Lawrence Moss | Friedrich-Ebert-Stiftung  | 2012
weitere Publikationen

Literatur-Tipps

United Nations Practitioners´ Guide to Benchmarking
United Nations  | 2010
Preventive diplomacy, peacemaking and peace-keeping
Boutros-Boutros Ghali | UN
Towards development, security and human rights for all
Kofi Anan | UN