Indonesien befindet sich seit dem Ende der Suharto Diktatur 1998 in einer politischen und sozialen Transformations- und Demokratisierungsphase. Trotz einer von der Asien Krise von 1997 gezeichneten Wirtschaft, einer hohen Arbeitslosigkeit und Armut konnten vielbeachtete Fortschritte in Richtung Konsolidierung einer rechtsstaatlichen Demokratie gemacht werden. Weiterhin aber bereiten Korruption und Straflosigkeit rechtsfreie Räume für Gewaltakteure, Konfliktökonomien und die Ausbeutung natürlicher Ressourcen im Vielvölkerstaat. Mangelnde Kooperations- und Dialogstrukturen über Konfliktlinien hinweg verstärken dabei die Zunahme und Verschärfung von Konflikten um Ressourcen und Landnutzungsrechte. Vor dem Hintergrund anhaltender Macht- und Verteilungskämpfe bleibt zudem die Reform des Sicherheitsapparats auch zukünftig eine zentrale Herausforderung.

Ultra-Nationalismus, separatistische Strömungen und konservative islamische Gruppen blockieren Demokratie- und Friedensprozesse. Interne bewaffnete Konflikte um das heutige Timor Leste sowie um den Status der Provinz Aceh forderten tausende zivile Opfer. Die gewaltsame Austragung von Konflikten in Papua dauert an. Ein Mangel an Rechtsstaatlichkeit verhindert die Ahndung und die Aufarbeitung von Menschenrechtsverletzungen sowie Versöhnungsprozesse zur nachhaltigen Friedenssicherung und eine Entschädigung für die Opfer.

FriEnt-Aktivitäten

Im Mittelpunkt des 2009 etablierten FriEnt-Rundtisch Indonesien stehen aktuelle Themen von konfliktsensiblen und friedensfördernden Handlungsoptionen staatlicher wie zivilgesellschaftlicher Organisationen in Indonesien. Einzelberatungen von FriEnt-Mitgliedsorganisationen werden nach Bedarf durchgeführt.

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