Kenia
Kenia befindet sich in einem zähen Transformationsprozess, der die Gesellschaft wiederholt mit dem Risiko massiver Gewalteskalation konfrontierte und noch immer eine Zerreißprobe für das Land ist.
Tiefgreifende ethnische Friktionen wirken seit der Unabhängigkeit fort. Dennoch setzten bereits 1992 erste demokratische Reformen mit einem Mehrparteiensystem und freien Wahlen den Wandel des autokratischen Systems in Gang, der durchaus Erfolge aber auch schwere Rückschläge brachte. Mit der friedlichen Ablösung des langjährigen autoritären Präsidenten Moi 2002 sahen internationale Beobachter den Durchbruch für einen friedlichen Interessensausgleich zwischen den ethnischen Gruppen gekommen. Doch Ende 2007 erfolgte ein drastischer Einschnitt als in Folge manipulierter Präsidentschaftswahlen massive Gewalteskalationen innerhalb weniger Tage das gesamte Land erschütterten. Es zeigte sich, dass die unterschwelligen Konflikte und ethnischen Konkurrenzverhältnisse trotz der Fortschritte im formalen politischen System nicht vermindert, sondern verschärft waren und die Eigendynamik und Herausforderung der Reformprozesse offenbar falsch eingeschätzt wurden. mehr
Aktivitäten
Chancen und Risiken von Wahlen in Burundi, Kenia und Tansania
Gesprächsrunden in Burundi, Kenia und Tansania im Februar 2010 mehr
Krise in Kenia - Was haben wir übersehen und wie geht es weiter?
Bericht vom FriEnt-Fachgespräch am 01. April 2008 mehr
