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Der israelisch-palästinensische Konflikt ist ein tief
verwurzelter Identitäts- und Interessenkonflikt, der nach
einer siebenjährigen Verhandlungs- und Befriedungsphase
(Oslo-Prozess) mit der zweiten Intifada erneut in eine heiße
Konfliktphase eingetreten ist. Er ist durch ein stark
asymmetrisches Machtverhältnis der Konfliktparteien geprägt.
Grundlegende Konfliktlinien - vor allen Dingen die Rückgabe
von besetztem Land, an welches beide Völker ihre nationale
Identität knüpfen - konnten bislang nicht aufgebrochen
werden, sondern wurden insbesondere durch den fortschreitenden
und intensivierten israelischen Siedlungsbau manifestiert.
Zentrale Konfliktgegenstände sind außerdem die Rückkehr der
1948/49 vertriebenen palästinensischen Flüchtlinge (3,5
Mio.) sowie der Status Ostjerusalems. Im Verlauf des Oslo-Prozesses
und der zweiten Intifada trat neben die nationale - sprich
israelisch-palästinensische Konfliktebene - eine
innerpalästinensische Konfliktebene hinzu. Geprägt ist diese u.a.
durch einen fortschreitenden Macht- und Vertrauensverlust der
Palästinensischen Autonomiebehörde, die Entstehung paralleler
lokaler Macht- und Sicherheitsstrukturen sowie durch zunehmende
Auseinandersetzungen zwischen Fatah und Hamas. Unilaterale Schritte
der israelischen Regierung (Mauerbau, Gazarückzug), die internationale
Isolierung nach dem Wahlsieg der Hamas und deren gewaltsame Machübernahme
des Gazastreifens nach den gescheiterten Bemühungen um die Bildung
einer palästinensischen Einheitsregierung verkleinern den Spielraum
für eine gemeinsame Verhandlungslösung zunehmend. FriEnt-Aktivitäten
Vor diesem Hintergrund unterstützt FriEnt seit 2003 den fachlichen
Austausch zwischen Institutionen der entwicklungspolitischen
Friedensarbeit und politischen Entscheidungsträgern, erarbeitet Analysen
und bietet strategische Beratung für seine Mitgliedsorganisationen.
Herausforderungen und Handlungsspielräume nach dem Gaza-Krieg und den Wahlen in Israel
Bericht vom FriEnt-Rundtisch Nahost am 3. April 2009
Parlamentswahlen 2009 im Libanon – Chancen und Herausforderungen für den Frieden
Bericht vom FriEnt-Rundtisch Nahost am 3. Dezember 2008
Friedensförderung im Libanon
Bericht vom FriEnt-Fachgespräch am 12. Juni 2008
Friedensförderung im Libanon
Bericht vom FriEnt-Fachgespräch am 15. November 2006
Einbindung von Gewaltakteuren in Friedensprozesse
Bericht vom FriEnt-Rundtisch Nahost am 22. Februar 2006
FriEnt- Materialien
Walking the Line
Strategic Approaches to Peacebuilding in Lebanon M. Kraft, M. Al-Mazri, H. Wimmen, N. Zupan | FriEnt | 2008
Konfliktanalyse Libanon
Jochen Hippler | FriEnt | 2006
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