Aktuelles von den Mitgliedern

GIZ | Sicherheits- und Risikomanagement – Eine Evaluierung mit Folgen!

Im Rahmen einer im Jahr 2015 durchgeführten Unternehmensweiten Evaluierung (USE) hat die GIZ ihr Sicherheits- und Risikomanagement umfangreich auf den Prüfstein gestellt. Ziel der Evaluierung war es, auf der Grundlage einer Prüfung existierender GIZ-Strukturen, Hinweise und Vorschläge zu erhalten, wie Standards, Instrumente und Strukturen des Sicherheitsrisiko-Managements (SRM) so weiter entwickelt werden müssen, dass die Gratwanderung zwischen den Anforderungen an personeller Sicherheit einerseits und Geschäftstätigkeit des Unternehmens andererseits gelingen kann.

Der Evaluierung vorangestellt wurde eine Analyse aktueller und künftiger Risikoszenarien der Internationalen Zusammenarbeit (IZ) in fragilen Staaten sowie die daraus abgeleiteten speziellen Risiken im Arbeitskontext der GIZ. Auf der Basis von Gesprächen sowie durch fokussierte Fallstudien (Kenia, Mali, Honduras, Pakistan)...

GIZ | Publikationen zu den Wechselwirkungen von Beschäftigungsförderung und Konflikt, Fragilität und Gewalt

Mehr als 1,5 Milliarden Menschen leben in Ländern, die durch Konflikt, Fragilität oder Gewalt geprägt sind. Die Arbeit in diesen Kontexten gewinnt daher an Relevanz für die deutsche Entwicklungszusammenarbeit. Beschäftigungsförderung und breitenwirksames Wachstum können auch in diesem Umfeld dazu beitragen die Lebensbedingungen der Menschen zu verbessern und damit einen zentralen Beitrag zur Friedensförderung leisten. Neben der Erhöhung von Einkommen kann Beschäftigung insbesondere dazu beitragen marginalisierte Bevölkerungsgruppen in den Arbeitsmarkt zu integrieren, Einkommensungleichheiten abzubauen und jungen Menschen Perspektiven aufzuzeigen.

Das Sektorvorhaben Beschäftigungsförderung in der Entwicklungszusammenarbeit und das Sektorprogramm Frieden und Sicherheit der GIZ haben sich daher den Wechselwirkungen von Beschäftigungsförderung und Konflikt, Fragilität und Gewalt im Rahmen...

Konsortium ZFD | Broschüre über die Arbeit des Zivilen Friedensdienstes zu Flucht erschienen

Flucht ist auch Anfang 2017 ein Thema, das die Menschen bewegt. Wenn wir die Herausforderungen und Konflikte, die damit einhergehen, friedlich bewältigen wollen, müssen wir uns gewaltfrei und konstruktiv engagieren. Für diese Überzeugung steht der Zivile Friedensdienst, der in einer neuen Broschüre zeigt, wie zivile Friedensarbeit die Auswirkungen von Flucht- und Migrationsbewegungen mildert und Frieden fördert.

„Unsere Erfahrungen aus dem Zivilen Friedensdienst zeigen, dass zivile Konfliktbearbeitung Menschen vom Weg der Gewalt abbringt“, sagt Martin Vehrenberg, Sprecher des Konsortiums Ziviler Friedensdienst. „Mit unseren einheimischen Partnern fördern wir den Frieden vor Ort, damit Menschen ihre Heimat nicht unfreiwillig verlassen müssen. Wenn sie dennoch fliehen müssen, helfen wir dabei, die Folgen für alle Beteiligten mit zivilen und gewaltfreien Mitteln zu mildern und weitere...

hbs | „Rambuai” – Ein Dokumentarfilm über die „Zeit der Leiden“ in Mizoram, Nordost-Indien

Indiens Nordosten besteht aus sieben Staaten und ist eine diverse, politisch komplexe Region. Seit der Unabhängigkeit Indiens ist der Nordosten eine der am stärksten marginalisierten Landesteile geblieben, der sich wirtschaftlich, sozial und kulturell stark vom indischen „Festland“ unterscheidet. Die Region steht einer Vielzahl von Herausforderungen gegenüber, die teilweise auf der Distanz zum restlichen Indien beruhen, teilweise aber auch aus Binnenkonflikten wie inter-ethnischer Rivalität und der Einwanderung aus Bangladesch resultieren.

Mizoram ist ein schmaler Streifen Land, eingeklemmt zwischen Bangladesch und Myanmar am äußersten südöstlichen Rand der Region, und mit heute rund 1,1 Millionen Einwohnern einer der kleinsten Staaten Indiens. Ab 1966 erlebte Mizoram zwei Jahrzehnte schwerer Gewaltkonflikte, doch im Unterschied zu anderen Teilen der Region hat es 1986 dort einen...

hbs | Infoportal zur deutschen G20-Präsidentschaft

Die Gruppe der Zwanzig (G20) ist ein informeller Zusammenschluss der wirtschaftsstärksten Industrie- und Schwellenländer, die gemeinsam Weltpolitik machen. Die G20 beschäftigt sich vor allem mit Problemen der Weltwirtschaft und des internationalen Finanzsystems. Sie bezeichnet sich selbst als das „zentrale Forum für internationale Wirtschaftskooperation.“ Deutschland hat am 1. Dezember 2016 die G20-Präsidentschaft übernommen, der Gipfel der Regierungschefs und -chefinnen findet am 7. und 8. Juli 2017 in Hamburg statt.

Die Heinrich-Böll-Stiftung hat aus diesem Anlass das interaktive Online-Infoportal „G20 im Fokus“ erarbeitet, das auf Deutsch und Englisch verfügbar ist. Es bietet mit über 80 Infografiken und vergleichenden Karten, Informationsblättern zur Arbeitsweise der G20, und Themenanalysen einführende und vertiefende Informationen zur G20. Einsteigerinnen und Einsteiger finden...

Brot für die Welt | Publikation zum Verständnis von Entwicklungszusammenarbeit im Kontext von Flucht und Migration

In Deutschland und Europa werden Entwicklungszusammenarbeit und Humanitäre Hilfe zunehmend im Lichte migrationspolitischer Interessen beurteilt. Zahlreiche neue Programme und Instrumente sollen dazu beitragen, die Ursachen für Flucht und Migration zu bekämpfen. Dabei werden vor allem die Entwicklungszusammenarbeit und die Katastrophenhilfe für das Migrationsmanagement und die Steuerung von Fluchtbewegungen in Anspruch genommen. Tatsächlich aber sind deren Möglichkeiten, Migrationsprozesse zu beeinflussen, stark begrenzt. Vielmehr drohen entwicklungspolitische Zielsetzungen der Migrationssteuerung untergeordnet zu werden. Wird Entwicklungspolitik als Instrument der Migrationspolitik verstanden, so dient sie in erster Linie den Interessen der Geberländer und weniger den Bedürfnissen derjenigen, auf die sie sich richtet. Migrationsbewegungen sind vor allem Folge bestehender Ungleichheiten...

ZIF | Workshop zur Frage von Consent in Friedenseinsätzen: Partielle Zustimmung in Friedenseinsätzen

Am 7. und 8. Februar organisierte das ZIF in Zusammenarbeit mit dem UN Department of Peacekeeping Operations einen Workshop zum Thema „Consent in Friedenseinsätzen“. Die Teilnehmenden brachten Erfahrung aus einer Vielzahl von UN Friedenseinsätzen mit – von Nepal bis zur Demokratischen Republik Kongo, aus Libanon, Mali, Kosovo und Sudan.

Die Zustimmung der Gastländer („Consent“) ist – zusammen mit Unparteilichkeit und Gewaltverzicht außer zur Selbstverteidigung – eine von drei grundlegenden Prinzipien des Peacekeepings und eine Grundvoraussetzung für eine Entsendung. Gleichzeitig haben sich der strategische und der operationelle Kontext von Friedenseinsätzen geändert. Immer häufiger befinden sich Blauhelme in Situationen, in welchen die Zustimmung der Regierung erodiert oder sie der Mission aktiv entzogen wird. Die Erfahrungen der letzten Jahre in Darfur, Südsudan oder Burundi haben...

Brot für die Welt, Konsortium ZFD, Misereor und weitere | Diskussionspapier „Zivilgesellschaftliches Engagement weltweit in Gefahr“

Was sich seit Jahren abzeichnet, manifestiert sich in immer mehr Ländern weltweit: Eine zunehmende Verschlechterung des Handlungs- und Wirkungsraumes zivilgesellschaftlicher Akteure. Repressionen gegen Partnerorganisationen, zivilgesellschaftliche Organisationen, Menschenrechtsverteigerinnen und –verteidiger und andere AktivistInnen als zentrale Akteure für Entwicklung und Frieden nehmen zu. Besonders oft trifft es jene, die sich für Demokratie, Menschenrechte, zivile Konflikttransformation und Umweltschutz engagieren.

Für viele bedeutet dies nicht nur Einschränkungen ihrer Arbeit durch Überwachung, bürokratische Überregulierung und Schikanen, öffentliche Diffamierung und Stigmatisierung, gesperrte Projektkonten und Arbeitsverbote, sondern häufig auch Einschüchterung und Kriminalisierung bis hin zu persönlicher Bedrohung, gar Verhaftung und Ermordung. In einigen Ländern sprechen...