Aktuelles von den Mitgliedern

hbs | Anne-Klein-Frauenpreis 2017 an Nomarussia Bonase verliehen

In Südafrika bestand mit dem Ende der Apartheid 1994 und im Zuge der Demokratisierung das Bedürfnis nach der Bewältigung der Verbrechen, denen die südafrikanische Bevölkerung jahrzehntelang ausgesetzt war. Dies sollte mit Hilfe einer Wahrheitskommission geschehen, die schwere Menschenrechtsverletzungen erfassen und durch Empfehlungen und Reformen erneute Gewaltausbrüche verhindern sollte. Von der Truth and Reconcilation Commission (TRC) erhoffte man sich, dass sie einen politischen Wandel herbeiführen könnte und sich öffentlich mit den historischen Spannungen auseinandersetzen sollte. Während ihrer Schaffenszeit konnten zwar zahlreiche Morde und Terroranschläge aus der Zeit der Apartheid aufgeklärt werden, doch blieb ihre Arbeit – wie im Falle so vieler „Übergangsjustizen“ – weit hinter den Erwartungen zurück.

Dafür, diese Lücken zu füllen, setzt sich die Ende der 1990er Jahre...

hbs | Aufarbeitung von Holocaust und Roter Khmer Diktatur: Eine Konferenzreihe in Phnom Penh

Welche Parallelen und welche Unterschiede gibt es zwischen dem Holocaust und dem Völkermord der Roten Khmer? Gibt es Indikatoren für das Auftreten von Verbrechen gegen die Menschlichkeit? Welche Rolle spielen Hassreden und Propaganda bei Genoziden? Und welche Bedeutung hat die Bearbeitung von Trauma für die Gesellschaft?

Mit diesen Fragen beschäftigte sich eine einwöchige Konferenz, die im Januar 2017 gemeinsam von der One Earth Future Foundation, dem Zivilen Friedensdienst der GIZ und der Heinrich-Böll-Stiftung Kambodscha unter dem Titel „Dealing with the Past – Engaging in the Present” durchgeführt wurde. Anlass waren der kambodschanische Jahrestag der Beendigung des Völkermords (7. Januar) und der UN Holocaust Gedenktag (27. Januar).

Internationale VertreterInnen unter anderem von swisspeace, der polnischen Never Again Association und dem Khmer Rouge Tribunal diskutierten gemeinsam...

BMZ | Psychosoziale Unterstützung für Geflohene im Nahen Osten verbessern

Seit sechs Jahren tobt der Bürgerkrieg in Syrien, durch den 6,5 Millionen Menschen zu Vertriebenen im eigenen Land wurden und knapp fünf Millionen vor allem in die Nachbarländer Türkei, Libanon und Jordanien flohen. Aus dem Irak zählt das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) zudem über 200.000 Flüchtlinge und weitere 3,1 Millionen Binnenvertriebene.  

Diese Menschen verloren nicht nur ihren Besitz und ihre Heimat – viele wurden Zeugen oder selbst Opfer massiver Menschenrechtsverletzungen, wie Vergewaltigung und Folter. Viele betrauern Angehörige oder sind über deren Verbleib im Ungewissen. Ihre unklare Rechtslage und schwierige sozioökonomische Lebensbedingung in den Aufnahmeländern sind zusätzliche Stressoren, die den Geflohenen nach ihrer Flucht weiter zusetzen. Gefühle wie Perspektivlosigkeit, Angst, Ohnmacht, Wut und Trauer sind unter ihnen weit verbreitet...

FES | In Nordirland wachsen die Sorgen über den Brexit und ein Wiederaufflammen der Konflikte

Immer mehr unbeabsichtigte Folgen zeichnen sich durch das Brexit-Votum in Großbritannien ab. Nachdem sich Premierministerin May für den Austritt aus dem Binnenmarkt und der Zollunion, also einen „harten Brexit“ ausgesprochen hat, tut sich nun eine neue offene Flanke im komplizierten, territorialen und konstitutionellen Gefüge des „Vereinigten Königreiches Großbritannien und Nordirland“ auf. Mit Fragen und Herausforderungen, die sich daraus ergeben, setzten sich die Teilnehmenden der Diskussionsveranstaltung „The European Union - forgotten guarantor of Peace and Prosperity in (Northern) Ireland“ auseinander, die die Friedrich-Ebert-Stiftung am 15. Februar in Berlin organisierte.

Wie die schottischen Nachbarn haben die NordirInnen mehrheitlich gegen den Austritt aus der Europäischen Union gestimmt. Nicht nur fließt eine Menge Geld aus Brüsseler Töpfen an das Nordende der zweitgrößten der...

Misereor | Traumasensible Entwicklungszusammenarbeit

Die Arbeit zum Thema Trauma stellt besondere Herausforderungen an die Projektpartner vor Ort aber auch an die Mitarbeitenden von Misereor. Diese Herausforderungen kennenzulernen und mit ihnen sensibel und professionell umzugehen, ist Ziel einer Reihe von Veranstaltungen zum Thema Trauma, die Misereor gemeinsam mit der Traumatherapeutin und Beraterin für psychosoziale Traumaarbeit, Dr. Simone Lindorfer, begonnen hat. Einige der Fragen, mit denen sich Misereor unter dem Stichwort „Trauma“ in den kommenden Monaten verstärkt beschäftigen wird, sind: Wie wird aus einem Projekt ein traumasensibleres Projekt? Wie erkennen wir Traumadynamiken bei Projektpartnern? Wie können wir ProjektmitarbeiterInnen vor Ort traumasensibel begleiten und die Traumasensibilität der Projektpartner stärken? Wie können wir uns selbst vor traumatischer Ohnmacht, die wir in Projekten und Kontexten des globalen Südens...

ZIF Kompakt | Verlängerung des Bundeswehreinsatzes im Rahmen der UN-Friedensmission in Mali

Am 26. Januar 2017 verlängerte der Bundestag den Einsatz der Bundeswehr im Rahmen der UN Friedensmission in Mali (MINUSMA) um ein weiteres Jahr. Dabei wurde beschlossen, dass der deutsche Beitrag ab Februar 2017 von bisher 650 auf bis zu 1.000 Soldaten ausgeweitet wird. Der Bundestag bewilligte außerdem die zeitlich begrenzte Bereitstellung von Transport-und Kampfhubschraubern zu Evakuierungs-, Schutz- und Aufklärungsfunktionen. Ein aktuelles ZIF Kompakt bietet einen Überblick über aktuelle Entwicklungen im Einsatzgebiet.

Trotz der Unterzeichnung eines Friedensabkommens im Juni 2015 hat sich die Sicherheitslage in Mali verschlechtert. Terroristengruppen haben sich erneut im Land ausgebreitet und bedrohen nun auch die Stabilität in der Mitte und im Süden. Im Norden sind asymmetrische Anschläge auf die malischen, französischen und Truppen der UN-Friedensmission zum Alltag geworden....

Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst | „We blog because we care“ –Das Recht auf Meinungsfreiheit in Äthiopien

Wie soll die deutsche Politik mit einem Land umgehen, das als Stabilitätsfaktor am Horn von Afrika gilt, aber zunehmend Menschenrechte verletzt? Diese Frage diskutierten Bärbel Kofler, Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe, Ingrid-Gabriela Hoven, Leiterin der Abteilung Globale Zukunftsfragen im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Cornelia Füllkrug-Weitzel, Präsidentin von Brot für die Welt, und Jomanex Kasaye, Blogger aus Äthiopien. Die gemeinsame Veranstaltungsreihe „Werner Lottje Lecture“, die das Deutsche Institut für Menschenrechte zusammen mit Brot für die Welt am 15. Februar zum vierten Mal durchführte, widmet sich besonders der Frage des Schutzes von MenschenrechtsverteidigerInnen.

„We blog because we care“ ist das Motto der Zone 9 Blogger aus Äthiopien. Als Jomanex Kasaye, von Beruf Informatiker, 2012...

Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst | Regionaler Partnerworkshop zu Landrechten in Südostasien

Südostasien ist ein „Hotspot“ für das Phänomen des Landraubs („land grabbing“), beziehungsweise der Landvergabe an Investoren ohne Rücksichtnahme und Beachtung der legitimen Landrechte der lokalen Bevölkerung. Mittlerweile finden in Südostasien rund 30 Prozent der weltweiten Landnahmen transnationaler Konzerne statt. Aber auch nationale Investoren spielen gemeinsam mit nationalen Regierungen und/oder politischen Eliten eine große Rolle. Insgesamt sind bereits über 10 Millionen Hektar Land an Investoren vergeben und Landkonflikte sowie damit verbundene Gewalt nehmen auf allen Ebenen zu. „Land Rights Matter“ war daher das Motto eines regionalen Partnerworkshops von Brot für die Welt vom 16.-21. Januar 2017 in Siem Reap, Kambodscha.

Die beschriebene Situation stellt für eine Vielzahl von zivilgesellschaftlichen Organisationen in Ländern Südostasiens, die sich mit den unterschiedlichen...