Aktuelles von den Mitgliedern

Brot für die Welt, MISEREOR, Konsortium ZFD, Plattform Zivile Konfliktbearbeitung, Forum Menschenrechte| Deutschlands Verantwortung in der Welt? Friedensförderung!

Mit Blick auf die Bundestagswahl und die noch zu verabschiedenden neuen Leitlinien der Bundesregierung formuliert die gemeinsame Stellungnahme von Brot für die Welt, Forum Menschenrechte, Konsortium ZFD,  Misereor sowie Plattform Zivile Konfliktbearbeitung eine Reihe von Anforderungen, die deutlich machen, dass ein friedenspolitisches Leitbild und konkret darauf ausgerichtete politischen Entscheidungen vonnöten sind.

Das Papier entstand vor dem Hintergrund des „PeaceLab2016“ Prozesses, an dem  zahlreiche Organisationen und Netzwerke, u.a. das Forum Menschenrechte, das Konsortium ZFD, die Plattform Zivile Konfliktbearbeitung, der...

ZIF | Leitfaden zur Personalfürsorge im Ausland

Gemeinsam mit sechs internationalen Partnern hat das ZIF neue Voluntary Guidelines on the Duty of Care to Seconded Civilian Personnel veröffentlicht. Der Leitfaden stellt einen Meilenstein in der Entwicklung eines gemeinsamen Verständnisses von Personalfürsorge (Duty of Care) im Bereich der multilateralen Friedenseinsätze dar. Er soll sekundierende und personalaufnehmende multilaterale Institutionen dabei unterstützen, ihre jeweiligen Rechte und Pflichten im Bereich der Personalfürsorge (Duty of Care) zu definieren und wahrzunehmen. Dabei konzentriert er sich auf fünf Themen:

  1. Legal and Regulatory Compliance: Welche rechtlichen Vorgaben zur Personalfürsorge sieht das nationale, europäische und internationale Recht vor?
  2. Safety and Security Risk Management

Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst | Antiterrormaßnahmen schaden der Zivilgesellschaft

Auf der ganzen Welt wird zivilgesellschaftliches Engagement von rechtlichen und operativen Einschränkungen bedroht. Diese haben unter anderem in der Terrorismusbekämpfung ihren Ursprung. Eine Studie von Brot für die Welt zeigt, wie Nichtregierungsorganisationen (NRO) dadurch weltweit unter Druck geraten.

Auch wenn deutsche Organisationen (noch) nicht betroffen sind, gibt es weltweit immer mehr Beispiele von Banken, die NROs ihre Dienstleistungen verweigern und Konten von zivilgesellschaftlichen Organisationen einfrieren oder auflösen. Fälle von repressiven NRO-Gesetzen stehen in direktem Zusammenhang mit der Financial Action Task Force (Arbeitsgruppe für finanzielle Maßnahmen, FATF) und ihren internationalen Antiterrorismusmaßnahmen. Das zeigt die Brot für die Welt-Studie „The impact of international counter-terrorism on civil society organisations“, die das Problem untersucht und...

FES | Frieden fördern, Globalisierung gerecht gestalten - nach Innen und nach Außen

Die heutige Weltordnung, die sich auf internationales Recht und Multilateralismus stützt, wird zunehmend in Frage gestellt. Autoritäre Regime und ebensolche Politikansätze verbreiten sich. Selbst die ältesten Demokratien scheinen gegen den Trend nicht länger gefeit. Gleichzeitig ist auch der Zusammenhalt demokratisch verfasster Gesellschaften bedroht. Diffuse Globalisierungsängste und die sich weiter öffnende Schere zwischen Arm und Reich gehen mit einem Vertrauensverlust in staatliche Institutionen einher. Davon profitieren die Verfechter vermeintlich einfacher Antworten und autokratischer Systeme.  

Friedensförderung und Konfliktbearbeitung müssen diesen Entwicklungen Rechnung tragen und politisch tragfähige, zukunftsfähige und zugleich konsensfähige Alternativen aufzeigen. Hierbei ist es von zentraler Bedeutung, die Wechselwirkung zwischen innerem und äußerem Frieden...

Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst | Der Kampf gegen Straflosigkeit am Beispiel des tschadischen Diktators Habré

Am 13. März hat Brot für die Welt gemeinsam mit dem European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR) und der Bertha Foundation eine Veranstaltung zum Thema „A global quest for accountability: Lessons from the Habré legal saga“ ausgerichtet.

Im ersten Teil der Veranstaltung wurden die jahrzehntelangen Bemühungen, den ehemaligen tschadischen Diktator Habré für die durch ihn begangenen systematischen und schweren Menschenrechtsverletzungen zur Rechenschaft zu ziehen, durch die Anwälte im Verfahren, Jacqueline Modeina und Reed Brody, und den Vertretern der Opferverbände, Souleymane Guengueng und Clément Abaifouta, vorgestellt und diskutiert.

Der pakistanische Anwalt Shahzad Akbar, der haitianische Anwalt Mario Joseph und Wolfgang Kaleck, Generalsekretär des ECCHR, zeigten im zweiten Teil des Abends auf, welche Herausforderungen sie beim Kampf gegen Straflosigkeit weltweit...

BMZ | Neuer Schwung für Konfliktprävention und Friedensförderung

“Violence is on the rise. Almost half the world’s people have been affected by some form of political violence over the last 15 years. […] In both political and social forms of violence, civilians are most at risk.” Organisation for Economic Co-operation and Development (OECD) States of Fragility Report 2016 

Am 26. April 2017 stellte die OECD ihren neuen Bericht „States of Fragility Report 2016: Understanding Violence“ im Rahmen der Veranstaltung im BMZ „A push for conflict prevention and peacebuilding“ der deutschen Fachöffentlichkeit vor.
Brenda Killen, Vizedirektorin des OECD Entwicklungsdirektorats und Thomas Helfen, Leiter des BMZ Referats Frieden und Sicherheit; Katastrophenrisikomanagement eröffneten die Veranstaltung mit eindringlichen Appellen für mehr Investitionen in Krisenprävention und Friedensförderung in fragilen Staaten sowie langfristigen und nachhaltigen...

GIZ | Wie nutzt der afrikanische Kontinent seine natürlichen Ressourcen und wer profitiert davon? – Thema der diesjährigen afrikanischen Sicherheitskonferenz

Vom 21. bis 23. April 2017 trafen sich im Rahmen des High-Level Tana Forum on Security in Africa, neben acht amtierenden und ehemaligen Staats- und Regierungschefs, ExpertInnen aus Forschungsinstitutionen, think tanks und weiteren zivilgesellschaftlichen Organisationen und Medien am namensgebenden Tana See, in Bahir Dar, der Hauptstadt der Region Amhara. Die 250 Teilnehmenden diskutierten über die Ressourcenpolitik in Afrika. Natürliche Ressourcen – von Rohstoffen bis zu Wasser, Land, Meeren, Wälder und biologische Vielfalt – sind für die Entwicklung Afrikas von großer Bedeutung. Das Sekretariat des Tana Forums, das Institute for Peace and Security Studies (IPSS) der Universität Addis Abeba, zeigte anhand umfangreicher Hintergrunddokumente und Infografiken Hemmnisse für eine nachhaltige, umwelt- und sozialverträgliche Nutzung der Ressourcen sowie für eine Wertschöpfung zum Wohle aller...

hbs | Gender und (militärische) Konflikte in Osteuropa aus feministischer Sicht – Internationaler Gender Workshop in Lviv

Militärische Konflikte sind in vielen Ländern Süd- und Osteuropas aktuelle Realität. Für den anhaltenden Krieg in der Ostukraine ist eine Konfliktlösung nicht in Sicht, Kriege der jüngeren und jüngsten Vergangenheit prägen die Gesellschaften des Westlichen Balkans und des südlichen und nördlichen Kaukasus bis heute. Für die Sezessionskonflikte im Südkaukasus (Abchasien, Südossetien und Bergkarabach) haben sich die Möglichkeiten konstruktiver und gewaltfreier Konflikttransformation in den letzten Jahren verschlechtert.

Allen von militärischen Konflikten betroffenen Gesellschaften gemeinsam ist die Präsenz spezifischer (post-)Konflikt-Themen, die sich in der Folge auch auf Geschlechterverhältnisse und in besonderer Weise auf Frauen auswirken. Dazu zählen der Anstieg von Nationalismus und Militarisierung im gesellschaftlichen Diskurs, ein zunehmendes Aggressionslevel, sexualisierte Gewalt...