Die Schwellenländer Ostasiens und der G-20-Prozess

Norbert von Hofmann | FES | 2010

• Die Gruppe der zwanzig wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G-20) wird vermutlich das entscheidende Forum für Fragen der internationalen wirtschaftlichen Zusammenarbeit.

• Drei ostasiatische Schwellenländer - die VR China, Südkorea und Indonesien - sind Mitglieder in der G-20. Sie begrüßen einhellig die Aufwertung der G-20 zu einem Weltwirtschaftsgipfel.

• Verglichen mit der G-8 ist die G-20 in ihrer Zusammensetzung aus Industrie- und Entwick-lungsländern wesentlich repräsentativer, dennoch stellt sich die Frage nach der Legitimität.

• Schwellenländer haben in der G-20 die Möglichkeit, ihre Positionen auf einem Forum gleich-berechtigter Partner vorzutragen. Im Gegenzug müssen sie eine gemeinsame Verantwortung für die Lösung globaler Probleme akzeptieren.

• Während die Themen der Schwellenländer eher langfristig orientiert sind, sind die Industrie-länder stärker an der kurzfristigen Lösung akuter Probleme interessiert, woraus sich die Frage ergibt, inwieweit die G-20 eine Zukunft hat.

• Wenn die G-20 über die Finanzkrise hinaus Bestand haben soll, müssen die Schwellenländer bereit sein, über spezifische Süd-Süd-Koalitionen hinaus auch Nord-Süd-Koalitionen einzuge-hen.

Seite(n) | 6
Sprache | Deutsch
ursprüngliche Herkunft | http://library.fes.de/pdf-files/iez/06986.pdf
Die Schwellenländer Ostasiens und der G-20-Prozess