Impuls-Artikel

Warum Friedensförderung und EZ auf sexualisierte Gewalt gegen Jungen und Männer in Konflikten reagieren müssen

Impuls 12/2017 von Julie Brethfeld, FriEnt

Berichte über sexualisierter Gewalt gegen Frauen und Mädchen in Konfliktkontexten sind inzwischen fast zur traurigen Normalität geworden. Dass Jungen und Männer auch von dieser Art der Gewalt betroffen sind, und das in hohem Maße, wird erst nach und nach deutlich. Das macht einmal mehr bewusst, dass Gendernormen wichtige Gewalt- und Konflikttreiber sein können und ermahnt uns, in unseren Bemühungen der Friedensförderung, Entwicklungszusammenarbeit und Wiederaufbau nicht nur auf die Bedürfnisse einer von sexualisierter Gewalt geprägten Bevölkerung einzugehen, sondern durch gendertransformative Ansätze auch die strukturellen Ursachen von Genderungleichheit und Gewalt zu adressieren.

Sexualisierte Gewalt in Konflikten gegen Jungen und Männer

Die Ausübung sexualisierter Konfliktgewalt gegen Männer und Jungen ist nichts Neues. Dennoch ist das Ausmaß, das in der Äußerung von...

Empowering Youth to Build and Sustain Peace – Status review two years after the adoption of UNSCR 2250

Impuls 11/2017 by Gizem Kilinç, UNOY Peacebuilders and Peter van Sluijs, CSPPS

Several assertions have trapped youth in a dichotomous viewpoint of perpetrator/victim that fails to recognise young people’s potential to be part of the solution. References to youth in relation to peace and security issues are often primarily rooted in seeing them as the problem. The 9 of December 2015 was a crucial turning point in this narrative, when the United Nations Security Council unanimously adopted Resolution 2250 on Youth, Peace and Security. Resolution 2250 marks the formal recognition of the positive role of young women and men for the maintenance and promotion of international peace and security. What led to this shift? Why is young people’s participation in peacebuilding important? This article will discuss why youth are key in building...

Climate Change, Conflict and Crisis in Lake Chad

Impuls 10/2017 by Janani Vivekananda and Lukas Rüttinger, adelphi

The Lake Chad Basin is currently suffering the world’s largest humanitarian crisis with approximately 10.7 million people in need of immediate humanitarian assistance. While the current crisis was triggered by violence linked to armed groups such as Boko Haram, the situation has deep roots in longstanding developmental challenges, namely widespread inequality and decades of political marginalisation of the communities in the region. This has instilled an entrenched sense of exclusion and lack of trust between communities and the government. Against this backdrop, the region also faces significant environmental stresses.

Frequent prolonged droughts in the region mean there is less water and arable land to go around. In a predominantly farming and pastoral society, dependent on Lake Chad for survival, less water means not just fewer jobs but also extreme poverty....

Kenia: Demokratie bleibt ein steiniger und gefährlicher Weg

Impuls 09/2017 von Angelika Spelten, FriEnt

Die Größe einer Nation zeigt sich nicht in der Stärke ihrer Armeen oder ihrer Wirtschaftskraft, sondern in ihrer Treue zum Gesetz und ihrer Gottesfurcht. Mit diesen Worten eröffnete David Maraga, oberster Verfassungsrichter Kenias, am 1. September die Verkündigung, dass das Verfassungsgericht das Ergebnis der Präsidentschaftswahlen vom 8. August annulliert. Es war ein Paukenschlag den niemand erwartet hatte, noch nicht einmal die Kläger, das unterlegene Oppositionsbündnis NASA (National Super-Alliance), selbst.

Zum ersten Mal in der Geschichte des Kontinents hat ein Gericht auf Grundlage der Klage des unterlegenen Wahlkandidaten die Ergebnisse einer Präsidentschaftswahl für ungültig erklärt. Nationale und internationale Kommentator/innen schreiben diesem Urteil historische Dimensionen zu und werten es als Etappensieg rechtsstaatlicher Prinzipien über die bislang in jedem kenianischen Wahlprozess prägende Komponente ethnischer...

Hungerbekämpfung und Friedensförderung: Wächst mit der Agenda 2030 endlich zusammen was zusammengehört?

Impuls 08/2017 von Caroline Kruckow und Marc Baxmann, FriEnt

Die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung fordert ein Ende des Schubladendenkens. Ihr Erfolg hängt unter anderem davon ab, ob es gelingen wird unterschiedliche Nachhaltigkeitsziele miteinander zu verbinden und kohärente und integrierte Umsetzungsstrategien zu entwickeln. Ein Workshop des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik (DIE), des Zentrums für Entwicklungsforschung (ZEF) und von Global Horticulture Initiative brachte daher Expertinnen und Experten zusammen, um sich über die Wechselwirkungen zwischen SDG 2 zur Hungerbekämpfung und anderen Politikbereichen auszutauschen. FriEnt hat die Gelegenheit genutzt, um in einer Arbeitsgruppe die Schnittstellen von SDG 2 und SDG 16 zur Förderung friedlicher und inklusiver Gesellschaften zu diskutieren. In diesem Impuls-Artikel geben Caroline Kruckow und Marc Baxmann hierzu einen Überblick.

Wir tendieren ja dazu, die Welt immer aus unseren eigenen Silos her...

Ein Wunschzettel im Hochsommer … zur Umsetzung der neuen Leitlinien

Impuls 06/2017 von Natascha Zupan, FriEnt

Die neue Bundesregierung wird vor der Herausforderung stehen, die neuen Leitlinien „Krisen verhindern, Konflikte bewältigen, Frieden fördern“ weiterzuentwickeln und umzusetzen. Natascha Zupan (FriEnt) erläutert in folgendem Impuls-Artikel ihre Wünsche an die Bundesregierung. Sie wünscht sich: Politischen Willen, dass ressortübergreifende Strategien mit Ressourcen versehen werden, die Stärkung der Land- und Ressourcen-Governance als zentrales Feld präventiver Politik und last but not least: Friedensförderung weiterzudenken.