©mortsan, CC-Lizenz

Südkaukasus

Mit dem Zerfall der ehemaligen Sowjetunion 1989/90 brachen im Südkaukasus alte nationale und ethnische Gegensätze sowie damit verbunden Konflikte um politische Autonomie oder staatliche Souveränität wieder auf. Im Zuge der Unabhängigkeitserklärungen der ehemaligen Sowjetrepubliken Georgien, Armenien und Aserbaidschan versank die Region in eine Vielzahl gewaltsamer Konflikte. Zwar konnte die Gewalt Anfang der 90er Jahre durch Waffenstillstände beendet und durch internationale Beobachtungsmissionen abgesichert werden, politische Lösungen blieben jedoch aus.

Lange Zeit galten die Konflikte deswegen als „eingefroren“. Ihr negativer Einfluss auf das tagespolitische Geschehen im Südkaukasus, auf die Entwicklung in den jeweiligen Ländern und Teilregionen sowie die nachbarschaftlichen Beziehungen blieb weitgehend unterschätzt. Doch dann eskalierten im August 2008 in Georgien die Konflikte um Südossetien und Abchasien. Dies mündete nicht nur in einen georgisch-russischen Krieg sondern lies darüber hinaus eine überwunden geglaubte Ost-West-Konfrontation befürchten. Gleichzeitig bestehen vielfältige Verbindungen zwischen den Krisen in Georgien und in Armenien/Aserbaidschan. Diese Konfliktdynamiken drohen weiterhin die gesamte Region zu destabilisieren.

 

Aktivitäten

Vor diesem Hintergrund möchte FriEnt den Blick für die Vielschichtigkeit und wechselseitige Abhängigkeit der Konflikte im Südkaukasus schärfen, den fachlichen Austausch von entwicklungs- und friedenspolitischen Ansätzen und Strategien unterstützen und zu einer Vernetzung der unterschiedlichen staatlichen und zivilgesellschaftlichen Akteure beitragen.

Kontakt:

Caroline Kruckow (caroline.kruckow(at)frient.de)