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Friedens-
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Prävention
Transitional
Justice
Landkonflikte
Blockadekräfte
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Friedensprozesse werden immer wieder von bewaffneten Gruppen
(Rebellen), radikalen politischen Parteien, traditionellen
Führern, Warlords oder auch ökonomischen Akteuren behindert oder
gar zerstört. Wenn es daher nicht gelingt, Blockadekräfte in
(Wieder-)Aufbau-
und Transformationsprozesse mit einzubeziehen, sind
Friedensprozesse und -initiativen akut gefährdet.
Friedensförderung legt bislang ihren Schwerpunkt auf die
Stärkung von Friedenskräften in einer Gesellschaft. Gegenüber
gewaltbereiten Gruppen und anderen Störenfrieden gibt es häufig
entweder keine Strategie oder es wird versucht, diese Gruppen zu
schwächen, Kontrolle über sie zu gewinnen und ihren Einfluss
zurückdrängen. Es hat sich aber gezeigt, dass diese
konfrontativen Handlungsstrategien oft nicht ausreichen und
darüber hinaus auch Wege gefunden werden müssen, diese Gruppen
durch Dialog und Verhandlung an den Transformationsprozessen zu
beteiligen.
Eine wichtige Voraussetzung für die Entwicklung geeigneter
Strategien ist ein besseres Verständnis dieser Kräfte. Deren
Interessen, Motive, Machtpositionen, Strukturen und
Blockadestrategien können sehr variieren und werden von Friedens-
und Entwicklungsorganisationen häufig nicht differenziert
wahrgenommen. Die Erarbeitung zielgerichteter Handlungsstrategien
setzt eine genaue Analyse dieser Gruppen voraus.
Ein konstruktiver Umgang mit Blockadekräften ist mit hohen
Risiken belastet. Die Hauptrisiken sind z.B. politische
Manipulation, die "ungewollte" Legitimierung illegitimer
Strukturen, Sicherheitsrisiken für Mitarbeiter und Imageverlust.
Angesichts dieser Risiken schrecken viele Akteure davor zurück,
sich mit diesen Gruppen "einzulassen".
Daraus ergeben sich folgende Herausforderungen und Fragen für
die friedens- und entwicklungspolitische Arbeit:
- Erarbeitung von Analyseinstrumenten: Was wissen wir über
diese Gruppen, über deren Interessen, Motive, Macht und
Ressourcen, Spielräume, interne Struktur und deren
Blockadestrategien? Ergeben sich aus dieser Analyse
Ansatzpunkte für neue Strategien?
- Welche Erfahrungen gibt es mit Ansätzen, diese Gruppen in
Dialogprozesse und Verhandlungen zu integrieren?
- Gibt es Ansätze, die damit verbundenen Risiken zu
minimieren und zu beherrschen?
FriEnt-Publikationen
Dealing with Spoilers in Peace Processes
Dokumentation FriEnt/DIE-Workshop, 26./27.9.2006 Natascha Zupan, Günter Schönegg | FriEnt | 2006
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