Transitional Justice und Entwicklung
Die juristische und gesellschaftliche Aufarbeitung vergangenen Unrechts ist eine Basis für Konflikttransformation, Entwicklung und Versöhnung. Deswegen unterstützen staatliche wie zivilgesellschaftliche Akteure eine ganze Bandbreite von Initiativen, die seit den 1990er Jahren unter dem Begriff „Transitional Justice“ zusammengefasst werden. Wahrheitsfindung, Anerkennung und Ahndung von Unrecht, Wiedergutmachung und Nichtwiederholung sind dabei zentrale Anliegen.
Im letzten Jahrzehnt haben sich Wahrheitskommissionen und Strafgerichte international als wichtige Mechanismen etabliert. Sie konzentrieren sich auf die Aufarbeitung schwerer Menschenrechtsverletzungen während Diktatur oder Gewaltkonflikt. Allerdings bleiben die tiefer liegenden Gründe von Konflikten wie soziale, kulturelle oder politische Marginalisierung von Bevölkerungsgruppen oder ungleiche Ressourcenverteilung weitgehend ausgeklammert. Möchte man jedoch mit Transitional Justice nicht nur den Blick zurück auf begangene Gewalttaten werfen, sondern auch einen Grundstein für bessere Lebensbedingungen legen, bedarf es eines umfassenderen Verständnisses von Gerechtigkeit, das sich an der Unteilbarkeit der Menschenrechte orientiert. mehr
Aktivitäten
Chancen und Risiken bei der Umsetzung des Opfer- und Landrückgabegegesetzes
Bericht vom FriEnt-Rundtisch Kolumbien am 12. Oktober 2011 mehr
Gesundheitssysteme in (Post-)Konfliktsituationen
Bericht vom FriEnt-Fachgespräch am 25. Mai 2011 mehr
Internationale Konferenz zu Entwicklungszusammenarbeit und Transitional Justice
Bericht über die Konferenz vom 27. bis 28. Januar 2010 mehr
