Transitional Justice und Entwicklung

Die juristische und gesellschaftliche Aufarbeitung vergangenen Unrechts ist eine Basis für Konflikttransformation, Entwicklung und Versöhnung. Deswegen unterstützen staatliche wie zivilgesellschaftliche Akteure eine ganze Bandbreite von Initiativen, die seit den 1990er Jahren unter dem Begriff „Transitional Justice“ zusammengefasst werden. Wahrheitsfindung, Anerkennung und Ahndung von Unrecht, Wiedergutmachung und Nichtwiederholung sind dabei zentrale Anliegen.
Im letzten Jahrzehnt haben sich Wahrheitskommissionen und Strafgerichte international als wichtige Mechanismen etabliert. Sie konzentrieren sich auf die Aufarbeitung schwerer Menschenrechtsverletzungen während Diktatur oder Gewaltkonflikt. Allerdings bleiben die tiefer liegenden Gründe von Konflikten wie soziale, kulturelle oder politische Marginalisierung von Bevölkerungsgruppen oder ungleiche Ressourcenverteilung weitgehend ausgeklammert. Möchte man jedoch mit Transitional Justice nicht nur den Blick zurück auf begangene Gewalttaten werfen, sondern auch einen Grundstein für bessere Lebensbedingungen legen, bedarf es eines umfassenderen Verständnisses von Gerechtigkeit, das sich an der Unteilbarkeit der Menschenrechte orientiert. mehr
Aktivitäten
FriEnt-Leitfaden zu Transitional Justice auf Französisch erschienen
Hilfestellung für die Arbeit im frankophonen Umfeld mehr
Der Beitrag von Transitional Justice bei den Umbrüchen in der arabischen Welt
Bericht vom FriEnt-Rundtisch Nahost am 15. März 2012 mehr
