Wonach suchen Sie?

Aktuelles

Noch drei Tage „Kinder fotografieren ihren Irak“

Ausstellung in Berlin noch bis zum 2. Juli im Showroom der Station Berlin

In dieser Woche noch bis zum 02.07.2022 zeigt die Ausstellung „Perspektivwechsel“ die Ergebnisse eines Fotoworkshops mit Kindern. Hier lernten die Kinder das Wichtigste über Fotografie, damit sie ihre Lebensumstände und Wünsche für ihre eigene Zukunft ins Bild setzen konnten. Die Bilder mit den selbst erarbeiteten Bildunterschriften, machen deutlich, wie die Kriegserfahrung auf das Denken junger Menschen wirkt und wie die Kamera-Perspektive dies wiederum beeinflusst.

In den letzten Jahren erreichten uns aus dem Irak vor allem Bilder der Zerstörung aus den vormals vom IS kontrollierten Gebieten. Der Bedarf an physischem Wiederaufbau ist enorm Mit der Ausstellung “Perspektivwechsel” soll der Fokus auf die besonders stark betroffene Bevölkerung und ihre Perspektiven gelegt werden. Wir erleben den Alltag junger Menschen beim Wiederaufbau ihrer Heimatregion Ninewa im Irak.

Krieg durch Kinderaugen gesehen

Unter dem Motto „Zukunft, Perspektive und Wünsche“, stellt die zehntätige Ausstellung „Perspektivwechsel“ vom 25.06. bis zum 02.07.2022 die Ergebnisse eines Fotoworkshops vor. Der Workshop wurde von dem Fotografen und Sozialarbeiter Sebastian Backhaus in Zusammenarbeit mit ‘Un Ponte Per’ mit Kindern aus verschiedenen Teilen von Hamdaniyah, Nord-Irak, im Jahr 2019 durchgeführt. Hier lernten die Kinder das Wichtigste über Fotografie, damit sie ihre Lebensumstände und Wünsche für ihre eigene Zukunft ins Bild setzen konnten. Die Bilder mit den selbst erarbeiteten Bildunterschriften, machen deutlich, wie die Kriegserfahrung auf das Denken junger Menschen wirkt und wie die Kamera-Perspektive dies wiederum beeinflusst.

Häuser und Zusammenhalt wieder aufbauen

Bewaffnete Konflikte lassen nach Ende der Kampfhandlungen neben zerstörter Infrastruktur gespaltene Gesellschaften zurück. Um langfristig Frieden zu schaffen, müssen gleichzeitig Gebäude aufgebaut, und der gesellschaftliche Zusammenhalt wiederhergestellt werden.
Junge Menschen spielen dabei eine entscheidende Rolle. Sie werden in Zukunft ihre Heimat prägen. Sie zu fördern und ihre ökonomische Teilhabe zu stärken, leistet einen wichtigen und langfristigen Beitrag zur nachhaltigen Friedensförderung. Die Veranstaltung im Namen des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), zeigt an einem Beispiel, wie das BMZ junge Menschen in Krisenkontexten fördert.

Veranstaltungen im Rahmen der Ausstellung

  • Öffentlicher Finissage am 02.07.2022, ab 17 Uhr
  • Filmabend am 29.06.2022 um 19 Uhr
Referenzen
Teilen
Autor
Kontaktieren Sie uns
Haben Sie Fragen zu diesem Artikel oder möchten Sie das FriEnt-Team kontaktieren?

Verwandte Artikel

[tag_names_card]
Am 26. August diskutierten Fachleute aus Nigeria und Deutschland in Berlin im Rahmen der FriEnt-Reihe Forgotten Conflicts Ursachen und Folgen der Gewalt in Nigerias Nordwesten und in der Region Middle Belt. Die Diskussion stellte die Annahme infrage, die Gewalt sei in erster Linie religiös motiviert, und richtete den Blick stattdessen auf Faktoren wie Klimastress, Landknappheit, schwache staatliche Strukturen und schwindende Lebensgrundlagen sowie auf die Bedeutung lokal verankerter Friedensarbeit.
[tag_names_card]
Der Katholikentag in Würzburg hat gezeigt: Frieden, Sicherheit und Entwicklung gehören zusammen. Im Gespräch erläutert Dorothee Klüppel, Mitglied im Lenkungsausschuss von FriEnt und Abteilungsleiterin Afrika/Nahost bei Misereor, warum Sicherheit mehr ist als militärische Stärke, weshalb Gerechtigkeit, Demokratie und internationale Zusammenarbeit zentrale Voraussetzungen für nachhaltigen Frieden sind und welche besondere Rolle kirchliche Akteure dabei spielen – gerade in Zeiten von Aufrüstung und geopolitischen Spannungen.
[tag_names_card]
Wie kann der Humanitarian-Development-Peace (HDP) Nexus angesichts wachsender Krisen, knapper Ressourcen und geopolitischer Spannungen wirksam umgesetzt werden? Lena Pönisch von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) stellt die zentralen Erkenntnisse eines internationalen Reflexionsprozesses vor und zeigt, warum es heute vor allem bessere politische, institutionelle und finanzielle Rahmenbedingungen braucht, um gemeinsame Wirkung in Krisenkontexten zu erzielen.
[tag_names_card]
Die Klimazwischenverhandlungen (SB64) in Bonn endeten mit ernüchternden Ergebnissen. Klimagerechtigkeit war in vielen Gesprächen und Verhandlungsrunden ein zentrales Thema, doch Fragen rund um die Klimafinanzierung verhinderten eine Einigung. Die Verhandlungen über das globale Anpassungsziel müssen beispielsweise wieder bei null beginnen. Der Nexus von Klima, Frieden und Sicherheit blieb in den Verhandlungen sowie in der von der türkischen COP31-Präsidentschaft vorgestellten Aktionsagenda weitgehend unberücksichtigt.

Verwandte Artikel