Wonach suchen Sie?

Aktuelles

Sahel im Umbruch – Kooperationen der Zukunft

Fokus Sahel Tagung
Foto: Michel Isamuna | unsplash

Vom 10. bis 12. Juni 2024 veranstaltet Fokus Sahel die zivilgesellschaftliche Tagung „Sahel im Umbruch – Kooperationen der Zukunft“ in Berlin.

Die Länder des Sahels durchleben tiefgreifende Umwälzungen. Viele Menschen hoffen auf grundlegenden Wandel, der endlich zu einer Zurückdrängung des Terrors und der nachhaltigen Verbesserung ihrer Lebensumstände führt. Sie streben nach Emanzipation von westlichem, insbesondere französischem Einfluss und ringen um mehr Souveränität in einer neuen multipolaren Weltordnung.

Die Wahrnehmung dieser Dynamiken klafft zwischen den Akteuren in Deutschland bzw. Europa und im Sahel oft weit auseinander. Europa braucht daher ein klares Konzept für eine zukunftsweisende Kooperation mit den Ländern und Menschen im Sahel. Was bedeutet es, die Mitverantwortung internationaler Akteure für die aktuelle Krisenlage – ausgelöst und verschärft u.a. durch Klimawandel, Rohstoff- und Handelspolitik – im Sahel anzuerkennen, Paternalismus aufzugeben und Partnerschaft zu leben? Wie kann und muss in der Konsequenz staatliche und zivilgesellschaftliche Kooperation neu ausgerichtet werden?

Die Tagung ermöglicht zivilgesellschaftlichen Akteur*innen aus dem Sahel und aus Europa, im Dialog mit Vertreter*innen aus Politik und Wissenschaft ihre Erfahrungen auszutauschen und Ideen für zukünftige Kooperationen zu entwickeln. Dabei wird vor allem den Positionen zivilgesellschaftlicher Akteur*innen aus dem Sahel Raum gegeben, um sie hier besser wahrzunehmen, zu würdigen und zu unterstützen.

Datum: 10.-12. Juni 2024

Ort: Gäste- und Tagungshaus „Am Glockengarten“, Berlin-Zehlendorf;
Online-Übertragungen aus Bamako, N’Djamena, Niamey, Nouakchott und Ouagadougou

Sprache: Deutsch und Französisch (mit Simultanübersetzung)

Anmeldungen bitte per E-Mail an: lenz@fokussahel.de

Referenzen
Teilen
Autor
Kontaktieren Sie uns
Haben Sie Fragen zu diesem Artikel oder möchten Sie das FriEnt-Team kontaktieren?

Verwandte Artikel

[tag_names_card]
Am 26. August diskutierten Fachleute aus Nigeria und Deutschland in Berlin im Rahmen der FriEnt-Reihe Forgotten Conflicts Ursachen und Folgen der Gewalt in Nigerias Nordwesten und in der Region Middle Belt. Die Diskussion stellte die Annahme infrage, die Gewalt sei in erster Linie religiös motiviert, und richtete den Blick stattdessen auf Faktoren wie Klimastress, Landknappheit, schwache staatliche Strukturen und schwindende Lebensgrundlagen sowie auf die Bedeutung lokal verankerter Friedensarbeit.
[tag_names_card]
Der Katholikentag in Würzburg hat gezeigt: Frieden, Sicherheit und Entwicklung gehören zusammen. Im Gespräch erläutert Dorothee Klüppel, Mitglied im Lenkungsausschuss von FriEnt und Abteilungsleiterin Afrika/Nahost bei Misereor, warum Sicherheit mehr ist als militärische Stärke, weshalb Gerechtigkeit, Demokratie und internationale Zusammenarbeit zentrale Voraussetzungen für nachhaltigen Frieden sind und welche besondere Rolle kirchliche Akteure dabei spielen – gerade in Zeiten von Aufrüstung und geopolitischen Spannungen.
[tag_names_card]
Wie kann der Humanitarian-Development-Peace (HDP) Nexus angesichts wachsender Krisen, knapper Ressourcen und geopolitischer Spannungen wirksam umgesetzt werden? Lena Pönisch von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) stellt die zentralen Erkenntnisse eines internationalen Reflexionsprozesses vor und zeigt, warum es heute vor allem bessere politische, institutionelle und finanzielle Rahmenbedingungen braucht, um gemeinsame Wirkung in Krisenkontexten zu erzielen.
[tag_names_card]
Die Klimazwischenverhandlungen (SB64) in Bonn endeten mit ernüchternden Ergebnissen. Klimagerechtigkeit war in vielen Gesprächen und Verhandlungsrunden ein zentrales Thema, doch Fragen rund um die Klimafinanzierung verhinderten eine Einigung. Die Verhandlungen über das globale Anpassungsziel müssen beispielsweise wieder bei null beginnen. Der Nexus von Klima, Frieden und Sicherheit blieb in den Verhandlungen sowie in der von der türkischen COP31-Präsidentschaft vorgestellten Aktionsagenda weitgehend unberücksichtigt.

Verwandte Artikel