Klimawandel und Zivile Konfliktbearbeitung – Klima- und Friedenspolitik gehören zusammen!

28.02.2019 - 12:00

Von Sonja Vorwerk-Halve und Caroline Kruckow (FriEnt)

Zunehmende Wüstenbildung, Anstieg des Meeresspiegels, Überschwemmungen oder Dürre – weltweit werden immer mehr Menschen hiervon betroffen. Auch die Zahl extremer Wetterereignisse nimmt zu. Der damit einhergehende Verlust von Land und Ressourcen bedroht massiv die Lebensgrundlage vieler und hat Auswirkungen auf das Zusammenleben von Gesellschaften. Bereits heute gehören Konflikte über die Nutzung von Land und Ressourcen zu den Hauptfaktoren für gewaltsame Auseinandersetzungen. So beschreibt der Pathways for Peace Bericht der Weltbank und Vereinten Nationen (VN), dass 40-60% aller innerstaatlichen bewaffneten Konflikte in den letzten 60 Jahren durch Konflikte um natürliche Ressourcen entweder ausgelöst, finanziert oder aufrechterhalten wurden. Mit zunehmendem Klimawandel und einer gleichzeitig steigenden Weltbevölkerung, höheren Lebensstandards und damit steigendem Ressourcenverbrauch nimmt der Druck auf diese begrenzt verfügbaren Ressourcen zu. Klimawandel wirkt wie ein Risikobeschleuniger (threat multiplier). Auf der Grundlage von existierenden Problemen wie Exklusion, Diskriminierung, Ungleichheit und Armut erhöht sich so die Wahrscheinlichkeit von Instabilität und gesellschaftlichen Spannungen.

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Umfrage: Mehrheit unterstützt ein Mehr an Friedensförderung

15.01.2019 - 15:00

von FriEnt auf Grundlage einer Erhebung von Conciliation Resources

Die PDF Version dieses Beitrags finden Sie hier.

Angesichts einer zunehmenden Zahl bewaffneter Konflikte und ihren globalen Folgen hat sich die politische Debatte um die richtigen Antworten und Strategien in den letzten Jahren intensiviert. Dabei kommt häufig zu kurz, welche Antworten die Bevölkerung für die richtigen hält. Ohne eine breite öffentliche Unterstützung werden die ambitionierten Ziele zur Prävention, Bearbeitung und Lösung von gewaltsamen Konflikten jedoch nicht erreicht werden können. Aber welche Einstellungen und welches Wissen haben die Bürgerinnen und Bürger zur Förderung des Friedens? Welche individuellen Faktoren erklären die Einstellungen und das Wissen innerhalb der Bevölkerung zu Friedensförderung?

Diese Fragen stehen im Mittelpunkt der Umfrage „Public support for peacebuilding“, die von den Friedensorganisationen Conciliation Resources und Alliance for Peacebuilding durchgeführt wurde. Die Studie untersucht die öffentliche Meinung zu Friedensförderung in Deutschland, den USA und Großbritannien. In Deutschland wurden 1.000 Personen aller Altersgruppen ab 18 Jahre und aller Parteiorientierungen befragt.

Wir stellen die Ergebnisse für Deutschland aus dieser Umfrage hier vor.

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16+ Forum in Tiflis: Erfahrungsaustausch zur Umsetzung von SDG 16

26.11.2017 - 08:00
16+ Forum in Tiflis: Erfahrungsaustausch zur Umsetzung von SDG 16

Welche Erfahrungen haben Staaten bisher bei der Umsetzung von SDG 16 gemacht? Wer hat „best practice“ und vielversprechende Ansätze zur Erreichung von friedlichen, inklusiven und gerechten Gesellschaften? Welche Rolle kann die Zivilgesellschaft bei der Umsetzung und Überprüfung von SDG 16 spielen? Diese und weitere Fragen standen im Mittelpunkt des ersten „16+ Forum Annual Showcase“, das vom 29. Oktober bis zum 1. November in Tiflis stattfand.

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Agenda 2030: Roadmap für friedliche, gerechte und inklusive Gesellschaften vorgestellt

27.09.2017 - 00:00

Seit zwei Jahren ist die Agenda 2030 in Kraft. Im Fokus steht nun die Operationalisierung, Umsetzung und Überprüfung der SDGs. Akteure der Friedens- und Entwicklungsarbeit stehen vor der Herausforderung, die Relevanz, die Chancen und Risiken des neuen Rahmenwerkes für die eigene Arbeit zu bestimmen und darauf aufbauend Prioritäten und Umsetzungsstrategien zu entwickeln. Aber wie können die ambitionierten – und gleichzeitig schwer greifbaren – Ziele der Agenda 2030 für friedliche, gerechte und inklusive Gesellschaften in konkrete Handlungen übertragen werden? Wo soll man anfangen, gerade in schwierigen Kontexten? Die sogenannte „Pathfinders“ Gruppe von UN-Mitgliedsstaaten, internationalen Organisationen und zivilgesellschaftlichen Gruppen hat dafür jetzt eine „Roadmap for Peaceful, Just and Inclusive Societies”  in New York vorgestellt.

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Die Umsetzung des New Deal in der Zentralafrikanischen Republik

11.07.2017 - 00:00

Erst kürzlich beschloss die durch langjährige Konflikte geprägte Zentralafrikanische Republik (ZAR) ihren National Recovery and Peacebuilding Plan (RCPCA) und nahm die Prinzipien des New Deal for Engagement in Fragile States darin auf. Bereits der Planungsprozess wendete die Prinzipien des New Deals an und war somit durch ein ungewöhnlich hohes Maß an Inklusivität geprägt. Aus diesem Anlass organisierte die „Civil Society Platform for Peacebuilding and Statebuilding“ (CSPPS) am 8 Juni den Workshop ”Supporting partnerships for sustainable peace in the CAR” im Rahmen der European Development Days in Brüssel. Der Workshop gab Vertreter/innen aus Staat und Zivilgesellschaft aus der ZAR die Möglichkeit, sich mit Gebern über die Förderung von nachhaltigem Frieden und die Umsetzung des New Deal auszutauschen.

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Über diesen Blog

In diesem Blog begeben sich die FriEnt-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf die Suche nach der "Friedensmacht Europa", fragen nach der Rolle der Vereinten Nationen bei der Verbindung von Frieden und Entwicklung und blicken auf aktuelle Entwicklungen bei OECD und Weltbank.

Dieser Blog versteht sich somit als konstruktive Auseinandersetzung mit aktuellen Trends und Prozessen rund um die Themen Friedensförderung und Krisenprävention auf internationaler Ebene. Gleichzeitig wollen wir damit die Debatte anregen: Wo ist der strategische Kompass beim internationalen Engagement für Frieden und Entwicklung? Und wie sieht es in der Praxis aus?

Wir freuen uns über Ihre Kommentare, Anregungen und Vorschläge!

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