Klimawandel und Zivile Konfliktbearbeitung – Klima- und Friedenspolitik gehören zusammen!

28.02.2019 - 12:00

Von Sonja Vorwerk-Halve und Caroline Kruckow (FriEnt)

Zunehmende Wüstenbildung, Anstieg des Meeresspiegels, Überschwemmungen oder Dürre – weltweit werden immer mehr Menschen hiervon betroffen. Auch die Zahl extremer Wetterereignisse nimmt zu. Der damit einhergehende Verlust von Land und Ressourcen bedroht massiv die Lebensgrundlage vieler und hat Auswirkungen auf das Zusammenleben von Gesellschaften. Bereits heute gehören Konflikte über die Nutzung von Land und Ressourcen zu den Hauptfaktoren für gewaltsame Auseinandersetzungen. So beschreibt der Pathways for Peace Bericht der Weltbank und Vereinten Nationen (VN), dass 40-60% aller innerstaatlichen bewaffneten Konflikte in den letzten 60 Jahren durch Konflikte um natürliche Ressourcen entweder ausgelöst, finanziert oder aufrechterhalten wurden. Mit zunehmendem Klimawandel und einer gleichzeitig steigenden Weltbevölkerung, höheren Lebensstandards und damit steigendem Ressourcenverbrauch nimmt der Druck auf diese begrenzt verfügbaren Ressourcen zu. Klimawandel wirkt wie ein Risikobeschleuniger (threat multiplier). Auf der Grundlage von existierenden Problemen wie Exklusion, Diskriminierung, Ungleichheit und Armut erhöht sich so die Wahrscheinlichkeit von Instabilität und gesellschaftlichen Spannungen.

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Multi-Akteurs-Prozesse zur Umsetzung der SDGs: Was muss beachtet werden?

31.05.2016 - 11:36

Von 2. bis 4. Mai hatten das Institute vor Advanced Sustainability Studies (IASS) und das Ministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) zur internationalen Konferenz „Jump-Starting the SDGs in Germany“ nach Berlin eingeladen. Mehr als 300 ExpertInnen aus aller Welt diskutierten, wie die Nachhaltigkeitsziele (SDGs) der 2030 Agenda von Deutschland umzusetzen seien. Der Fokus lag dabei primär auf landwirtschaftlichen Produktions- sowie Ernährungs- und Konsummustern. Gerade für ein Export- und Konsumland wie Deutschland sind diese Themen sowohl für nachhaltige Entwicklung in Deutschland als auch in Hinblick auf die Auswirkungen auf friedliche und nachhaltige Entwicklung in anderen Ländern von besonderer Bedeutung.

FriEnt ist gebeten worden, einen Konferenz-Input zur Umsetzung der SDGs im Rahmen von Multi-Akteurs-Prozessen beizutragen und der Frage nachzugehen, was aus der Umsetzung internationaler Rahmenrichtlinien wie der „Voluntary Guidelines for the Responsible Governance of Tenure of Land, Fisheries and Forests" (VGGT) gelernt werden kann. Besonderes Augenmerk lag dabei auch auf der Frage, in wie weit diese internationalen Rahmenwerke die Teilhabe der Zivilgesellschaft (ZG) erhöht haben und was daraus für Multi-Akteurs-Partnerschaften im Rahmen der 2030 Agenda gelernt werden kann.

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Über diesen Blog

In diesem Blog begeben sich die FriEnt-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf die Suche nach der "Friedensmacht Europa", fragen nach der Rolle der Vereinten Nationen bei der Verbindung von Frieden und Entwicklung und blicken auf aktuelle Entwicklungen bei OECD und Weltbank.

Dieser Blog versteht sich somit als konstruktive Auseinandersetzung mit aktuellen Trends und Prozessen rund um die Themen Friedensförderung und Krisenprävention auf internationaler Ebene. Gleichzeitig wollen wir damit die Debatte anregen: Wo ist der strategische Kompass beim internationalen Engagement für Frieden und Entwicklung? Und wie sieht es in der Praxis aus?

Wir freuen uns über Ihre Kommentare, Anregungen und Vorschläge!

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