#Agenda 2030/SDGs (RSS)

Post-2015: Positiver oder negativer Frieden?

Marc Baxmann

Wie können Konflikt und Gewalt angemessen in der Post-2015-Entwicklungsagenda berücksichtigt werden? Die Debatte über diese Frage ist in vollem Gange und hat nach dem Vorschlag des High Level Panel (HLP), ein eigenständiges Friedensziel zu integrieren, nochmal an Fahrt gewonnen. Eine interessante Kontroverse zeichnet sich nun in der britischen Fachöffentlichkeit zur Frage ab, ob Konflikt und Gewalt nur im Sinne der Abwesenheit von Gewalt in den Zielkatalog mit aufgenommen werden könnten und sollten („negativer Friede“) oder ob Elemente „positiven Friedens“ als Basis für die Entwicklung von Zielen und Indikatoren herangezogen werden können.

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„Der einfache Teil liegt hinter uns“ – Verhandlungen zur Post-2015-Agenda beendet

03. Aug. 2015
Marc Baxmann

Am Wochenende haben sich die Delegierten der 193 UN-Mitgliedstaaten auf eine neue ‪Entwicklungs- und Nachhaltigkeitsagenda‬‬ bis 2030 geeinigt. Das Abschlussdokument “Transforming our World: The 2030 Agenda for Sustainable Development” markiert damit den Endpunkt eines Prozesses, der mit der Rio+20-Konferenz begann und der seine Fortsetzung im Bericht des High-Level-Panels, umfangreichen Konsultationen, dem Vorschlag der Open Working Group sowie dem Synthesebericht des Generalsekretärs fand. Entsprechend emotional waren die Reaktionen der Delegierten, als die beiden Vorsitzenden des Verhandlungsprozesses, die Botschafter Macharia Kamau und David Donoghue, am frühen Montagmorgen deutscher Zeit die Annahme des Papiers verkündeten – Standing Ovations und Selfie-Festival der Delegierten auf Twitter inklusive. Aber nicht nur die Delegierten, auch die meisten zivilgesellschaftlichen Organisationen begrüßten das Ergebnis.

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