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Rückblick auf das HLPF 2019: Fokus auf SDG 16

30. Sep. 2019
Ricarda Ameling (Praktikantin bei FriEnt) und Marc Baxmann (FriEnt)

Vom 9. bis 18. Juli 2019 tagte das Hochrangige Politische Forum zu Nachhaltiger Entwicklung (High-level Political Forum on Sustainable Development, HLPF) mit dem Thema „Menschen befähigen und Inklusivität sowie Gleichberechtigung sicherstellen“ („Empowering people and ensuring inclusiveness and equality“) in New York. Eine zentrale Aufgabe des Forums ist das Follow-up und die Überprüfung der Agenda 2030 und ihrer Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs). Ein Fokus lag dabei dieses Jahr erstmalig auf SDG 16 („Friedliche und inklusive Gesellschaften für eine nachhaltige Entwicklung fördern, allen Menschen Zugang zur Justiz ermöglichen und leistungsfähige, rechenschaftspflichtige und inklusive Institutionen auf allen Ebenen aufbauen“).

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Umfrage: Mehrheit unterstützt ein Mehr an Friedensförderung

von FriEnt auf Grundlage einer Erhebung von Conciliation Resources

Angesichts einer zunehmenden Zahl bewaffneter Konflikte und ihren globalen Folgen hat sich die politische Debatte um die richtigen Antworten und Strategien in den letzten Jahren intensiviert. Dabei kommt häufig zu kurz, welche Antworten die Bevölkerung für die richtigen hält. Ohne eine breite öffentliche Unterstützung werden die ambitionierten Ziele zur Prävention, Bearbeitung und Lösung von gewaltsamen Konflikten jedoch nicht erreicht werden können. Aber welche Einstellungen und welches Wissen haben die Bürgerinnen und Bürger zur Förderung des Friedens? Welche individuellen Faktoren erklären die Einstellungen und das Wissen innerhalb der Bevölkerung zu Friedensförderung? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt der Umfrage „Public support for peacebuilding“, die von den Friedensorganisationen Conciliation Resources und Alliance for Peacebuilding durchgeführt wurde. Die Studie untersucht die öffentliche Meinung zu Friedensförderung in Deutschland, den USA und Großbritannien. In Deutschland wurden 1.000 Personen aller Altersgruppen ab 18 Jahre und aller Parteiorientierungen befragt. Wir stellen die Ergebnisse für Deutschland aus dieser Umfrage hier vor.

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Ein „New Deal“ für fragile Staaten – wie weiter nach Busan?

Marc Baxmann

Am 19. Januar veranstaltete FriEnt ein Debriefing zu den Ergebnissen des vierten hochrangigen Forums zur Wirksamkeit der Entwicklungszusammenarbeit, das Anfang Dezember 2011 im südkoreanischen Busan zu Ende ging. Mehr als 30 Länder und internationale Organisationen verpflichteten sich dabei dem „New Deal for Engagement in Fragile States“. Dieser neue Referenzrahmen wurde im Vorfeld von den im „International Dialogue on Peacebuilding and Statebuilding“ zusammengeschlossenen fragilen Staaten der g7+-Gruppe und ihren internationalen Entwicklungspartnern erarbeitet. Grundlage der Zusammenarbeit mit fragilen Staaten sollen demnach fünf „Peacebuilding and Statebuilding Goals“ (PSGs) bilden: Staatliche Legitimität, Sicherheit für die Bevölkerung, Gerechtigkeit, wirtschaftliche Grundlagen sowie gutes Management von staatlichen Einnahmen und Dienstleistungen.

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Globale Zivilgesellschaft fordert umfassende Post-2015-Agenda

Marc Baxmann

Vom 20. bis 22. März trafen sich auf Einladung des Berlin Civil Society Centers über 200 Vertreterinnen und Vertreter zivilgesellschaftlicher Netzwerke und Organisationen zur Konferenz „Advancing the Post-2015 Sustainable Development Agenda“ in Bonn. Eine Reihe von Schlüsselpersonen für die Erarbeitung einer zukünftigen Entwicklungs- und Nachhaltigkeitsagenda nach 2015 (u.a. Horst Köhler, Homi Kharas, Amina Mohammed) stellte sich der Diskussion mit der globalen Zivilgesellschaft. In Arbeitsgruppen und weiteren Formaten tauschten die Teilnehmenden Ideen und Positionen aus und formulierten thematische Grundlinien. In der Arbeitsgruppe zu Frieden und Sicherheit verständigten sich die Teilnehmenden zunächst darauf, dass Frieden und menschliche Sicherheit als Grundlage von Entwicklung eine wesentliche Rolle in der neuen Agenda spielen sollten. Keine Gesellschaft könne sich in einem Umfeld von Unsicherheit, fehlenden Mechanismen gewaltfreier Konflikttransformation und gestörten Staats-Gesellschaft-Beziehungen entwickeln. Andererseits gibt es gesicherte Erkenntnisse, dass horizontale Ungleichheiten und mangelnde Inklusion aller sozialer Gruppen das Gewaltrisiko erhöht und Entwicklungserfolge gefährdet.

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Dann lieber keine Sommerpause!

20. Aug. 2015
M. Baxmann, M. Müller-Hennig, B. Schulze, A. Wittkowsky und N. Zupan

Der Abschuss von MH17 über der Ostukraine, ein neuer Gaza-Krieg, die Machtübernahme von ISIS in weiten Teilen des Irak und Syriens, die Ausbreitung von Ebola in Westafrika – schlimmste Nachrichten bei bestem Wetter. Die ganze Sommerpause über. Zurück am Schreibtisch, kann man sich rat- und hilflos in seinen Stuhl fallen lassen, oder einige Fragen, Gedanken, Herausforderungen und Schlussfolgerungen notieren. Wir haben Letzteres getan.

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