Neu auf der Agenda der Peacebuilding Commission: Guinea

27.08.2015

Marius Müller-Henning

Guinea wurde im Februar 2011 als sechstes Land auf die Agenda der Peacebuilding Commission (PBC) aufgenommen. Besonders bemerkenswert ist, dass Guinea selber den Antrag auf „Aufnahme“ in die Liste der PBC Länderkonfigurationen gestellt hat, nicht vermittelt über den UN-Sicherheitsrat wie bei vorangegangenen Fällen  (Burundi, Sierra Leone, Guinea-Bissau, Zentralfrikanische Republik und Liberia). Den Vorsitz der länderspezifischen Konstellation der PBC für Guinea hat Luxembourg inne. Im nun verabschiedeten Statement of Mutual Commitments wurden die drei Bereiche 

a) Versöhnung und Förderung der nationalen Einheit, 
b) Sicherheits- und Verteidigungssektorreform und 
c) Beschäftigung für Frauen und Jugendliche

als prioritär für die Friedenskonsolidierung definiert.

Die neue Guinea Konstellation der Peacebuilding Commission wird zudem ebenso wie das im September 2010 auf die Agenda der PBC gekommene Liberia zum Testfall, ob und in wie weit die Lehren aus der Überprüfung der PBC im vergangenen Jahr umgesetzt werden.