Weltentwicklungsbericht 2011 zu "Konflikt, Sicherheit und Entwicklung"

27.08.2015

Andreas Wittkowsky

Die Instrumente und Strategien der internationalen Gemeinschaft zur Befriedung von Gewaltkonflikten und zur Transformation fragiler Staaten sind aktuellen Herausforderungen häufig nicht gewachsen und müssen angepasst werden. So die zentrale Erkenntnis des Weltentwicklungsberichts 2011 der Weltbank, der vor kurzem veröffentlicht wurde.

Etwa 1,5 Milliarden Menschen leben heute in Staaten, die von Gewaltkonflikten oder einem hohen Maß an krimineller Gewalt gekennzeichnet sind. In der großen Mehrheit handelt es sich um Entwicklungsländer. Anders als noch vor einigen Jahrzehnten vermischen sich in diesen Staaten heute oft politische Konflikte, sozial motivierte Gewalt, Kleinkriminalität, organisierte Kriminalität und Terrorismus zu komplexen Gewaltkreisläufen, die die Entwicklung hemmen. Um die Gewaltkreisläufe zu durchbrechen und Perspektiven für eine friedliche Entwicklung zu schaffen, fordern die Autoren klare Prioritäten für Entwicklung.

Demnach sind Investitionen in die Sicherheit der Menschen, in den Aufbau von Justiz/Rechtssystemen und in die Schaffung von Arbeitsplätzen ganz zentral, um weitere Entwicklung zu ermöglichen.

Der Bericht empfiehlt eine Reihe von Maßnahmen, um Vertrauensbildung und institutionelle Reformen zu unterstützen. Dazu gehören Programme zur Gewaltprävention und Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen auf Gemeindeebene und eine stärkere Einbeziehung von Frauen und von lokalen Einrichtungen zur Konfliktlösung. Internationale Entwicklungsagenturen sollen ihre Hilfe stärker darauf ausrichten, Programme zur Schaffung von Arbeitsplätzen und zur Verbesserung von Polizei und Justiz in fragilen Staaten zu finanzieren.

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