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Nepal

©UN Photo/Agnieszka Mikulska

Erdbeben in Nepal – Konfliktsensible Herausforderungen

Tief erschüttert hat uns die Nachricht von dem Erdbeben in Nepal, welches insbesondere die Bevölkerung in den entlegenen Regionen des Landes getroffen hat. Dieses Ereignis stellt nicht nur die Bevölkerung Nepals, sondern auch die Regierung, die Zivilgesellschaft sowie die internationale Gemeinschaft vor geographische, politische und gesellschaftliche Herausforderungen. Nicht vergessen werden sollte jedoch, dass der Kontext in Nepal eines konfliktsensiblen Vorgehens bedarf, da auch fast zehn Jahre nach Beendigung der gewaltsamen Auseinandersetzungen die strukturellen Konfliktursachen weiterhin aktuell sind.

Katastrophen wie Erdbeben haben in der Vergangenheit in verschiedenen Ländern mit vergleichbaren Kontexten stattgefunden. Gerne möchten wir im Folgenden exemplarisch auf ausgewählte Literatur zum Kontext in Nepal und Lernerfahrungen für diese Herausforderungen hinweisen.

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Seit dem Friedensschluss im November 2006 steht Nepal vor der Herausforderung umfassender politischer und gesellschaftlicher Transformation. Der zehn Jahre währende Bürgerkrieg um politische und wirtschaftliche Macht sowie gesellschaftliche Teilhabe zwischen König und Armee einerseits und den Maoisten andererseits hatte mehr als 12.000 Tote sowie zehntausend Flüchtlinge und im Land Vertriebene zur Folge. Nun sollen die Ursachen der gewaltsamen Auseinandersetzungen auf friedlichem Weg bearbeitet und die begangenen Menschenrechtsverletzungen geahndet werden.

Jedoch gerät der politische Prozess immer wieder ins Stocken. So ist es der am 10. April 2008 gewählten ersten verfassungsgebenden Versammlung nicht gelungen, eine neue Verfassung zu verabschieden. Die beteiligten Akteure konnten keine Einigung hinsichtlich möglicher föderaler Strukturen und einem gesellschaftlichen System erzielen, das allen Bevölkerungsgruppen unabhängig ihrer Herkunft gleichermaßen offen steht. Am 27. Mai 2012 wurde die Versammlung vom damaligen Premierminister Dr. Baburam Bhattarai wieder aufgelöst.

Nach langen politischen Machtkämpfen, die auch den Rücktritt des Premierministers zur Folge hatten, fanden am 19. November 2013 die Wahlen zur zweiten verfassungsgebenden Versammlung in Nepal statt. Das Ergebnis überraschte zumindest die bislang führende UCPN-Maoist (UCPN-M) des Premierministers Bhattarai, die nur drittstärkste Partei wurde. Die meisten Stimmen erhielten die bereits während des bewaffneten Konfliktes bestehenden Parteien: Nepali Congress (NC) und CPN-Unified Marxist-Leninist (CPN-UML). Am 11. Februar 2014 bestätigte die Versammlung den NC-Präsidenten Sushil Koirala als neuen Premierminister. Dieser kündigte an, innerhalb eines Jahres eine neue Verfassung vorzulegen. weiterlesen

Aktivitäten

FriEnt Nepal-Rundtisch in Kathmandu

Ein Workshop mit Wirkung?  mehr


Erdbeben in Nepal - Konfliktsensibles Vorgehen notwendig

Dossier zu Herausforderungen und Lernerfahrungen


Was hält bzw. bringt Nepal zusammen?

FriEnt-Rundtisch diskutiert Anknüpfungspunkte für die Unterstützung der nepalesischen Gesellschaft  mehr


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Joint report by ICTJ and the Kofi Annan Foundation
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Ein Beitrag zum Friedensprozess in Nepal
Anina Vontobel | GIZ; BMZ  | 2014
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Literatur-Tipps

The Maoist Insurgency and Local Perceptions of Social Transformation in Nepal
Jeevan Raj Sharma and Antonio Donini | Feinstein International Center  | 2010