Aktuelles von den Mitgliedern

Brot für die Welt | Krise in Kamerun – Welche Optionen haben externe Akteure zu Gewaltprävention und Frieden beizutragen?

Im anglophonen Südwesten und Nordwesten Kameruns nehmen gewaltsame Auseinandersetzungen zu. Vor und während der Präsidentschaftswahlen am 07.10.2018 herrschte eine angespannte Lage und auch derzeit verschärfen sich die Spannungen täglich. Die internationale Gemeinschaft blickt mit Sorge auf das Land und es drängt sich die Frage auf, durch wen und mit welchen Mitteln ein weiterer Gewaltanstieg und eine mögliche Eskalation in einen Bürgerkrieg verhindert werden kann. Am...

Misereor | UN-Verhandlungen zu Wirtschaft und Menschenrechten: EU schweigt zum Vertragsentwurf

Vom 15. bis 19. Oktober tagte in Genf zum vierten Mal die zwischenstaatliche Arbeitsgruppe, die im Auftrag des UN-Menschenrechtsrats ein verbindliches Abkommen zur Durchsetzung der Menschenrechte in der globalen Wirtschaft erarbeiten soll. Im Juli dieses Jahres hatte der ekuadorianische Vorsitzende der Arbeitsgruppe einen ersten Entwurf (Zero Draft) vorgelegt. 92 Staaten und über 300 Nichtregierungsorganisationen, Gewerkschaften und Wirtschaftsverbände kamen zu dem...

Brot für die Welt | Landrechte und Konfliktsensibilität – Workshop in Indonesien

Landkonflikte nehmen zu, auch in Indonesien. Trotz des kürzlich vom indonesischen Präsidenten im September 2018 unterschriebenen Dekrets für eine neue Agrarreform und des aktuellen Moratoriums für Palmölplantagen sind die Konflikte um große Gebiete, in denen Agrar- und Waldflächen an Investoren vergeben wurden, nicht gelöst. Der größte Teil der Landflächen sind bereits für Infrastruktur, Bergbauprojekte sowie für Palmöl- oder auch Kautschuk-Produktion verplant. Zunehmend...

FES | Neue Studie zur Sicherheitssektorreform hebt die Notwendigkeit langfristiger und ganzheitlicher Reformen hervor

Der Sicherheitssektor ist ein zentrales Element von Staatlichkeit und seine Reform daher sensibel. Gerade im Kontext fragiler Staatlichkeit ist der Aufbau einer legitimen staatlichen Sicherheitsarchitektur eine große Herausforderung für internationale Geber. Um den komplexen Anforderungen gerecht zu werden, bedarf es ganzheitlicher Ansätze unter der Berücksichtigung lokaler politischer Prozesse sowie der Einbindung des Sicherheitssektors in demokratische Strukturen....

GIZ | Studie zu Extremismusprävention (PVE) in der MENA-Region

„GIZ cannot not work on PVE“ – so die Ansicht von Alexander Ritzmann, Autor der Studie „Prevention of Violent Extremism (PVE) – Methods, Approaches and Potential for GIZ Governance Interventions in the Middle East and North Africa”. Die Studie wurde vom GIZ-Fachverbund Governance in der MENA-Region (Go-MENA) in Auftrag gegeben. Der Fachverbund ging der Frage nach, welche Rolle die GIZ, und insbesondere ihre Governance-Programme, im Bereich Extremismusprävention spielen...

Konsortium ZFD | Internationaler Fachaustausch des ZFD zur Friedenspädagogik

Friedenspädagogik ist eines der zentralen Themen im Zivilen Friedensdienst. „In den verschiedenen Ländern versuchen Partnerorganisationen durch ihre friedenspädagogische Arbeit in Schulen, Universitäten und in der Jugendarbeit Lernräume für gewaltfreie Konfliktbearbeitung als Basis für gesellschaftlichen Wandel zu schaffen. Sie werden darin durch Fachkräfte des ZFD unterstützt“, erläutert Arne Kohls, Koordinator für Wissensmanagement beim Konsortium Ziviler...

Brot für die Welt | Digitalisierung ist kaum ein Rezept gegen Hunger

Die Digitalisierung ist zur Zeit in aller Munde. Schnell und auch wenig unreflektiert wird behauptet, dass sie die Wirtschaft stark verändern und sehr viele Vorteile bringen wird. Dies gilt auch für den Bereich der Agrar- und Ernährungswirtschaft. Vor allem die großen Agrarkonzerne behaupten, dass durch die Nutzung von Daten über die Bodenbeschaffenheit, Nährstoff- und Wasserverfügbarkeit man noch zielgenauer düngen und Pflanzenschutzmittel einsparen könne. Damit werde...

FES | Politische Trends und Dynamiken in Südosteuropa

Frieden und Sicherheit stellen seit jeher Kernaspekte der Arbeit der Friedrich-Ebert-Stiftung in Südosteuropa dar. Betrachtet man die Region als Ganzes, hat die internationale Gemeinschaft trotz jahrzehntelanger Friedens- und Aufbauarbeit nur oberflächliche Stabilität erreicht. Ethnisch motivierter Separatismus ist nicht eingedämmt, die territoriale Souveränität nicht aller Staaten garantiert. Insbesondere in Bosnien und Herzegowina wird das multi-ethnische Staatsmodell...