Neue Ausschreibungen im Rahmen des Stabilitätsinstruments

27.08.2015

Marc Baxmann

Nach längerer Pause hat die Europäische Kommission wieder eine Runde von Ausschreibungen („Call for Proposals“) im Rahmen der langfristigen Komponente des Stabilitätsinstruments veröffentlicht. Bislang wurden vier „lokale Calls“ von den Delegationen in Nicaragua, Bolivien, Jemen und Pakistan ausgeschrieben. Antragsberechtigt sind lokale und internationale zivilgesellschaftliche Organisationen.

Die inhaltlichen Schwerpunkte der Ausschreibungen richten sich noch nach dem Jahresaktionsprogramm 2010 der langfristigen Komponente des Stabilitätsinstruments. Die jeweiligen Calls setzen in diesem Rahmen eigene, länderspezifische Schwerpunkte. Insgesamt sind für die bisherigen Calls der Ausschreibungsrunde etwas über 5 Millionen Euro veranschlagt. Die Prioritäten sind:

(1.) Die Stärkung von zivilgesellschaftlichen Kapazitäten im Bereich Mediation und Dialog, (Bolivien, Pakistan).

(2.) Die Förderung zivilgesellschaftlicher Organisationen, um partizipative Ansätze für „Peacebuilding“ und „Statebuilding“ zu entwickeln und diese in den EU-Ansatz zum Umgang mit Fragilität und Konflikt einzubringen (Pakistan).

(3.) Die Stärkung von zivilgesellschaftlichen Kapazitäten im Bereich Frauen, Frieden und Sicherheit (Nicaragua, Jemen).

(4.) Die Stärkung von zivilgesellschaftlichen Kapazitäten für die Förderung von „Menschlicher Sicherheit“(insbesondere Schutz vor Kleinwaffen, Landminen, etc.) (Nicaragua, Jemen).

Es wird in nächster Zukunft hingegen keine globalen Ausschreibungen geben. Die Kommission begründet dies mit fehlenden personellen Kapazitäten innerhalb der zuständigen Einheit. Darum wurden auch nur Delegationen für die jetzige Ausschreibungsrunde ausgewählt, denen die notwendigen Kapazitäten für das Verfahrensmanagement zur Verfügung stehen.

Weitere Informationen gibt es auf den jeweiligen Webseiten der EU-Delegationen in: