01-12-2019

Konsortium ZFD | 20 Jahre Ziviler Friedensdienst – ZFD-Broschüre : Konstruktiv streiten lohnt sich

20 Jahre ist es her, dass die ersten sieben Fachkräfte des Zivilen Friedensdienstes in ihre Partnerländer aufgebrochen sind, um dort Frieden zu fördern und Gewalt vorzubeugen. Seitdem haben sich rund 1.400 ZFD-Fachkräfte weltweit in knapp 60 Ländern für den Frieden engagiert und haben dazu beigetragen, dass der ZFD seit 1999 zu einem wichtigen Programm der deutschen Friedenspolitik geworden ist.Unter dem Motto „Frieden kann“ zeigt eine neue ZFD-Broschüre an 20 Beispielen, wofür es sich seit 20 Jahren konstruktiv zu streiten lohnt.

Auch 20 Jahre nach seiner Gründung könnte das Anliegen des Zivilen Friedensdienstes nicht aktueller sein. Weltweit verschärfen Populismus und gewaltvolle Konflikte gesellschaftliche Spannungen. Es braucht dringend ein Gegengewicht, das eint und nicht spaltet. „Wenn lautstark gefordert wird, dass Deutschland sich stärker für Frieden und Sicherheit einsetzen soll, entgegnen wir aus tiefer Überzeugung: Deutschland hat mehr zu bieten als militärische Interventionen“, sagt Alexander Mauz, Sprecher des Konsortiums Ziviler Friedensdienst. „Mit dem ZFD steht ein Programm zur zivilen Konfliktbearbeitung und Krisenprävention bereit, das sich seit 1999 in über 600 Projekten bewährt hat.“

Dies bestätigt auch Entwicklungsminister Müller, der anlässlich des 20-jährigen Bestehens sagte: „Frieden ist die Basis von allem: Ohne Frieden ist die Überwindung von Armut, von Hunger, Not und Elend weltweit nicht möglich. Der ZFD leistet seit 20 Jahren hervorragende Arbeit in einer Zeit, in der globaler Frieden nötiger ist denn je.“

Eine Gesellschaft kann sich nur in Richtung Frieden, Demokratie und Stabilität entwickeln, wenn Gewalt verhindert und der Dialog in Gang gebracht wird. Der ZFD und seine Partner schaffen dafür die Voraussetzungen. In Guinea wurde beispielsweise aus einer lokalen Initiative zur Gewaltprävention eine nationale Friedenskoalition. In Kolumbien konnten indigene Gruppen ihre Anliegen in den Friedensvertrag einbinden. In Kenia entstand ein neues Zentrum für Verständigung zwischen den Religionen. Konstruktiv streiten lohnt sich, auch wenn die Arbeit des ZFD oft modellhaft bleiben muss. Gerade einmal 330 ZFD-Fachkräfte sind derzeit in 45 Ländern aktiv. „Mit mehr Mitteln könnte das ungenutzte Potential ziviler Friedenarbeit in den nächsten zwanzig Jahren durchaus stärker ausgeschöpft werden“, sagt Mauz.

Weitere Informationen:

Projektbeispiele aus 20 Jahren ZFD 

Publikation 20 Jahre Ziviler Friedensdienst – Frieden kann | ZFD Konsortium | 2019

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