28-09-2017

Konsortium ZFD | Kenia: Wahlen im Zeichen des Friedens?

In Kenia arbeiten aktuell 22 Fachkräfte des Zivilen Friedensdienstes (ZFD). Gemeinsam mit ihren kenianischen Partnerorganisationen arbeiten sie daran, Frieden zu fördern und Gewalt vorzubeugen. Kurz vor den Wahlen im August erstellte der ZFD einen Überblick über aktuelle ausgewählte Aktivitäten.  So trafen sich beispielsweise im Juni Vertreter und Vertreterinnen von Polizei, Medien, von Geflüchteten- und Aufnahmegemeinden sowie religiöse Würdenträger in Kasarani (Nairobi) zu einem Treffen mit dem Thema „Election Preparedness“.

Die Kernfrage: Wie kann Gewalt verhindert und sozialer Zusammenhalt gefördert werden? Die Teilnehmenden diskutierten Strategien der Gewaltprävention und Konfliktsensibilisierung. Anschließend wurden Aktionsgruppen gebildet, die die Verwaltung in Kasarani bei der Vorbereitung der Wahlen beraten sollen. Organisiert wurde das Treffen vom ZFD-Partner Kituo Cha Sheria.

Der ZFD-Partner Haki Yetu organisierte im Juli einen Friedensmarsch durch Mombasa, dem sich zahlreiche Jugendorganisationen aus Mombasa und den angrenzenden Regionen anschlossen. Über 200 Jugendliche demonstrierten in der zweitgrößten Stadt Kenias für den Frieden. In einer gemeinsamen Erklärung riefen sie die junge Generation Kenias, immerhin über 70 Prozent der Bevölkerung, dazu auf, ihren Einfluss geltend zu machen und für einen friedlichen Ablauf der Wahlen einzutreten.

Auch nach der Annullierung der Wahlen am 1. September stehen die ZFD-Fachkräfte ihren Partnern mit Fachwissen zu ziviler Konfliktbearbeitung und Gewaltprävention weiterhin zur Seite.

Weitere Informationen:

Martina Rieken, Konsortium ZFD
rieken@ziviler-friedensdienst.org 

Links und Literatur:

Alle Projekte des ZFD in Kenia

Kenia: Wahlen im Zeichen des Friedens?

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