26-11-2018

GIZ | Das erste Pariser Friedensforum – eine Initiative vom französischen Präsidenten Macron

Das erste Pariser Friedensforum (11. - 13.11.2018) ist mit über 10.000 Besucher*innen, 65 Staats- und Regierungschefs, zehn internationalen Organisationen und 121 ausstellenden Programmen auf großes internationales Interesse gestoßen. Anlass für das Friedensforum waren die Hundert­jahrfeiern zum Jahrestag des Waffenstillstandsabkommens von Compiègne am Ende des Ersten Weltkrieges. Mit der nun jährlich stattfindenden Pariser Friedenskonferenz möchten die Organisatoren neben dem Weltwirtschaftsforum von Davos, der Münchener Sicherheitskonferenz und den Weltklimagipfeln ein weiteres Forum schaffen, auf dem globale Governance-Lösungen für die Herausforderungen unserer Zeit diskutiert werden.

Am Sonntagnachmittag besuchten die Staatsgäste der Gedenkfeier zum Jahrestag des Endes des ersten Weltkriegs auch die Auftaktveranstaltung des Pariser Friedensforums in der Grande Halle de La Villette. Die Reden von Bundeskanzlerin Angela Merkel und UN-Generalsekretär Antonio Guterres waren ein starkes Bekenntnis für den Multilateralismus und gegen Nationalismus. „Wir sehen die Bereitschaft, Eigeninteressen schlimmstenfalls wieder auch mit Gewalt durchzusetzen“, sagte Merkel mit Blick auf die derzeit 222 gewaltsam ausgetragenen Konflikte in der Welt.

Anschließend diskutierten ausgewählte Gäste aus Staat, Gesellschaft und Universitäten in Meet-Ups, Masterclasses, Fishbowls und weiteren Formaten mit ca. 40 Staats- und Regierungschefs zu aktuellen Governance-Themen. Von Sonntagnachmittag bis Dienstagabend zeigten die im Vorfeld ausgewählten 121 Gewinner des Wettbewerbes ihre innovativen Ansätze, Lösungen für globale Herausforderungen zu entwickeln und dabei die Zivilgesellschaft einzubinden. An diesem Online-Wettbewerb hatten über 800 Projekte und Initiativen aus aller Welt teilgenommen. Die GIZ war im „Space of Innovation“ mit drei ausstellenden Programmen vertreten:

  • „Stärkung der Resilienz in flüchtlingsaufnehmenden Nachbarländern in der Syrienkrise“ (QUDRA)
  • „Interfaith dialogue on violent extremism (idove)“
  • „Unterstützung der Afrikanischen Union im Bereich Frieden und Sicherheit“ (APSA)

Außerdem wirkte die GIZ im „Space for Debate“ an drei größeren Diskussionsveranstaltungen des Friedensforums zu den Themen Migration, interreligiöser Dialog und Messbarkeit der Zielerreichung der SDG mit. Als Main Partner des Pariser Friedensforums hat die GIZ zudem zahlreiche Partner aus der Internationalen Zusammenarbeit zu dem Forum eingeladen.

Das Pariser Friedensforum  versteht sich als neue Plattform für Akteure der Global Governance. Trisha Shetty, die Vizerpäsidentin des Auswahlkomitees des Friedensforums, fasst es in einfachen Worten zusammen: „Das Pariser Friedensforum erlaubt es konkreten Projekten, größer zu werden. Bisher war kein internationales Forum in der Lage, solche Initiativen auf der internationalen Bühne zu beschleunigen und zu erweitern. Dieses Vakuum füllt heute das Pariser Friedensforum.“ So wurde z. B. der AU-EU Youth Cooperation Hub, der von der GIZ unterstützt wird, zusammen mit neun anderen Programmen für eine einjährige unterstützende Begleitung durch das Pariser Friedensforum ausgewählt – bis zum 11. November 2019, wenn das nächste Forum stattfinden wird. Konzeptionell möchte sich das Forum bis dahin weiter entwickeln – auf Basis der Erfahrungen der ersten Veranstaltung.  

Weitere Informationen:

Jens Deppe, GIZ
Jens.deppe(at)giz.de 

Harald Küppers, GIZ
Harald.kueppers(at)giz.de

Links und Literatur:

Paris Peace Forum

Gewinner des Wettbewerbs

Qudra

iDove 

APSA

Panel on Migration

AU-EU Youth Cooperation Hub

Kategorie