31-08-2018

Konsortium ZFD | Israel/Palästinensische Gebiete – Raus aus der Ausweglosigkeit

Wie können Menschen miteinander leben, die aufeinander geschossen haben? Ehemalige israelische Soldatinnen und Soldaten und palästinensische Widerstandskämpferinnen und -kämpfer der Organisation Combatants for Peace (CFP) machen es vor – und immer mehr Menschen folgen. Durchpersönliche Begegnungen und gemeinsames Trauern durchbrechen sie den Teufelskreis der Gewalt. Wie wirksam und wie schwierig das ist, zeigt das Online-Dossier „Gewalt vorbeugen – das geht“ des Zivilen Friedensdienstes.

Seit sieben Jahrzehnten lässt der Nahost-Konflikt die Menschen in der Region nicht zur Ruhe kommen. Fast jede israelische und palästinensische Familie hat Angehörige in diesem Konflikt verloren. Die Situation scheint aussichtslos. Doch inmitten dieser Wirren haben sich Kämpferinnen und Kämpfer beider Seiten entschlossen, die Waffen niederzulegen und gemeinsam für Frieden zu einzutreten.

Die Combatants for Peace ermöglichen diese Begegnung. Sie richten beispielsweise jährlich den Israel-Palestinian-Memorial-Day aus, der der Opfer beider Seiten gedenkt. Aktionen wie diese sind für viele Menschen ein Affront, viele ändern jedoch ihre Haltung nach der persönlichen Begegnung. „Wir sind der Beweis, dass Frieden möglich ist. Wenn wir Combatants friedlich zusammenleben und arbeiten können, kann das jeder andere auch“, sagt Sulaiman Khatib, einer der Gründer der bi-nationalen Friedensbewegung CFP. Die Combatants for Peace arbeiten seit 2006 daran, immer mehr Menschen zur Umkehr zu bewegen. „Ich glaube, wenn Millionen auf die Straße gehen, müssen die politisch Verantwortlichen reagieren“, sagt Uri Ben Assa, CFP-Direktor.

Der Zivile Friedensdienst unterstützt die Organisation dabei, weiterer Gewalt vorzubeugen. Der ZFD engagiert sich in Israel und den Palästinensischen Gebieten mit 27 Fachkräften von fünf Trägern. Es ist das größte ZFD-Programm weltweit.

Links und Literatur:

Israel/Palästinensische Gebiete – Raus aus der Ausweglosigkeit
Online-Dossier | Konsortium ZFD | August 2018

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