28-06-2017

ZIF | Ein doppelter Grund zum Feiern!

Am 27. Juni feierte das Zentrum für Internationale Friedenseinsätze (ZIF) doppelt: den 15-jährigen Geburtstag der Organisation und die Stunde Null als Entsendeorganisation der Bundesregierung. Das novellierte Sekundierungsgesetz macht das ZIF zum Arbeitgeber von rund 160 zivilen Fachkräften, die Deutschland gegenwärtig in internationale Friedenseinsätze sekundiert. Mit der Übernahme von mehr Verantwortung wird das ZIF seine Expertise als deutsches Kompetenzzentrum für Friedenseinsätze stärken.

Das Kernmandat des ZIF umfasst neben der Qualifizierung die Entsendung von zivilen Expert/innen für internationale Friedenseinsätze sowie die Erarbeitung von Analysen und Konzepten zu Peacebuilding und Peacekeeping.

Perspektivisch soll die Zahl der zivilen Fachkräfte in internationalen Friedenseinsätzen zunehmen. Gut abgesicherte deutsche zivile Fachkräfte zu wettbewerbsfähigen Bedingungen in Friedenseinsätze schicken zu können, ist ein wichtiger Teil deutscher Außenpolitik. Es war daher ein bedeutsamer Schritt, das ZIF in einen vollumfänglichen Arbeitgeber für alle von Deutschland sekundierten Expert/innen zu transformieren. Dadurch wird die soziale Absicherung der Sekundierten gestärkt, ein umfassendes Fürsorgesystem etabliert und der Umgang mit Vertrags- und Steuerfragen vereinheitlicht.

Für die Zukunft forderte die Direktorin des ZIF, Dr. Almut Wieland-Karimi, eine jährliche Debatte im Deutschen Bundestag zu zivilen Peacekeeper/innen. Denn: Die Krisen und Konfliktlagen werden immer komplexer und die Mandate der Friedensmissionen breiter und vielfältiger. Es wäre wichtig und richtig, dass die deutschen Abgeordneten im Sinne des vernetzten Ansatzes auch intensiv über die Arbeit der zivilen Kräfte beraten. Über deren Herausforderungen in internationalen Einsätzen, und ob ihre Anzahl, ihre Ausstattung und ihre Vorbereitung adäquat ist. Das wäre eine angemessene Wahrnehmung und Wertschätzung ihres Einsatzes.

Deutsche Sekundierte arbeiten gegenwärtig u.a. als Beobachter/innen für die OSZE in der Ost-Ukraine, um die Einhaltung des Minsker Waffenstillstandsabkommens zu überwachen, als Menschenrechtsexpert/innen bei der VN-Mission in Afghanistan oder als politische Berater/innen bei der EU Capacity Building Mission in Mali.

Weitere Informationen:

Andreas Wittkowsky, ZIF
a.wittkowsky@zif-berlin.org

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