12-08-2016

Natürliche Ressourcen: Konflikttreiber oder Friedenspotential?

Natürliche Ressourcen, schlechtes Ressourcenmanagement, Ressourcenkonflikte: eine schnell und oft zusammen gedachte Trias. Doch hält die vorgefertigte Meinung einer Überprüfung stand? Und wie kann durch Ressourcenmanagement, gerade in Post-Konflikt Ländern, (neuen) Konflikten vorgebeugt werden? Diesen und weiteren Fragen geht der Sammelband „Governance, Natural Resources and Post-Conflict Peacebuilding“ nach.

Die Herausgeberinnen und Herausgeber haben mehr als 70 Autorinnen und Autoren versammelt, die sich mit ausgewählten Fragestellungen und Aspekten, darunter der Rolle natürlicher Ressourcen in Peacekeeping Operationen und Transitional Justice-Maßnahmen, befassen. Dabei heben die Autorinnen und Autoren hervor, dass gute Regierungsführung und das Management natürlicher Ressourcen sich gegenseitig befördern könnten. Ressourcenmanagement könne sich auf Wiederaufbau, Rechtsstaatlichkeit, Korruptionsbekämpfung, die Verbesserung von Transparenz und Rechenschaftspflicht sowie die Einbindung und Partizipation gesellschaftlicher Gruppen positiv auswirken, wenn es mit guter Regierungsführung einhergeht. Das Buch liefert hierzu Lernerfahrungen unter anderem aus dem Sudan, Myanmar, der Demokratischen Republik Kongo, der Elfenbeinküste, Ruanda, Liberia, Kolumbien, Kasachstan, Kirgistan und Nigeria, und zeigt auf, wie diese praktisch angewendet und umgesetzt werden können, sodass es gelingt, den vermeintlichen Teufelskreis aus Ressourcenreichtum, schlechtem Ressourcenmanagement und Konflikt zu durchbrechen.

Weitere Informationen

Caroline Kruckow, FriEnt
caroline.kruckow@frient.de

Links & Literatur

Governance, Natural Resources and Post-Conflict Peacebuilding
Carl Bruch, Carroll Muffett, Sandra S. Nichols | 2016

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