Quo vadis UNMISS?


| Zentrum für Internationale Friedenseinsätze | 2016

Nur zwei Jahre nach der Unabhängigkeit Südsudans brach im Dezember 2013 erneut ein offener Konflikt im Land aus. Ein im August 2015 unterzeichnetes Friedensabkommen hielt nur kurz – heftige Kämpfe erschütterten im Juli 2016 die Hauptstadt Juba und andere Landesteile. Der UNSicherheitsrat beschloss daraufhin die Verstärkung der lokalen UN-Mission (UNMISS) durch eine robuste Eingreiftruppe. Gegen deren Entsendung wehrt sich aber bisher die Regierung des Südsudan. Zudem führte ein kritischer Untersuchungsbericht über das Verhalten von UNMISS während der Kämpfe im Juli zur Entlassung des kenianischen Befehlshabers der militärischen Komponente der Mission. Kenia drohte daraufhin, sich aus UNMISS zurückzuziehen. Diese Entwicklungen stellen die Mission und den gesamten Friedensprozesses auf eine harte Probe.

Sprache
Deutsch
Seitenzahl
2
Quelle