Herausforderungen entwicklungspolitischer Friedensarbeit – ein Blick nach und von außen


| 2005

Dokumentation des FriEnt-Fachgesprächs vom 12. Juni 2006

Krisenprävention und entwicklungspolitische Friedensarbeit haben in den vergangenen Jahren im deutschen wie im internationalen Kontext deutlich an Aufmerksamkeit gewonnen. Welche Herausforderungen inhaltlicher wie struktureller Art ergeben sich daraus für die entwicklungspolitische Friedensarbeit? Welche Erwartungen haben Akteure im Süden an entwicklungs- und friedenspolitische Organisationen im Norden – und wo liegen aus ihrer Sicht Prioritäten? Welche Erfahrungen haben andere europäische Akteure - und wie wird dort auf Herausforderungen reagiert? Schließlich: Wie wird die Entwicklung in Deutschland von außen gesehen? Mit diesen Fragen befasste sich der FriEnt-Lenkungsausschuss im erweiterten Rahmen eines Fachgesprächs am 12. Juni 2006. Die Außenperspektiven wurden durch Karimi Kinoti, Head of Region für Ostafrika und das Horn von Afrika bei Christian Aid in Nairobi (Kenia) und von Dan Smith, Generalsekretär von International Alert in London, vorgestellt. Einige zentrale Erkenntnisse der Veranstaltung waren:

  • Der enge Zusammenhang von Sicherheit, Entwicklung und Frieden muss verstärkt durch einen holistischen Ansatz berücksichtig werden.
  • Dialog, Erfahrungsaustausch und Reflexion sind für erfolgreiche Programme der entwicklungspolitischen Friedensarbeit unabdingbar.
  • Die Koordinierung von Aktivitäten muss über praktische Belange herausgehen und sich verstärkt einer koordinierten Strategiebildung unter Einbeziehung der lokalen Gesellschaft widmen. Diese Koordinierung basiert auf einem gemeinsamen Verständnis der Notwendigkeit und Umsetzung von friedensfördernden Maßnahmen.
  • Im Zentrum der Diskussion soll die verbesserte Implementierung von Politik im Rahmen von Strategie und Methode stehen und nicht die Politikdebatte selbst.

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DE
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