Neuer Staat, endlich Frieden? Lehren des „Statebuilding“ vom Kosovo über Somaliland bis zum Südsudan


EED, FES, FriEnt | 2012

Dokumentation der Podiumsdiskussion zum Internationalen Friedenstag 2011

Für den EED, die FES und FriEnt war der Internationale Friedenstag der Vereinten Nationen 2011 bereits zum vierten Mal in Folge der Anlass, eine Podiumsdiskussion zu einem aktuellen friedenspolitischen Thema zu veranstalten. Ein friedenspolitisches Ereignis hat 2011 besonders viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen: die Gründung der Republik Südsudan am 9. Juli 2011. In einem der am wenigsten entwickelten Ländern der Welt gilt es nun, nach Jahren des Bürgerkriegs einen funktionierenden Staat aufzubauen. Dies ist eine enorme Herausforderung – für das Land selbst, aber auch für die internationale Gemeinschaft, die den Prozess der Staatsbildung unterstützen will.
Weil es kein allgemeines Rezept für eine „richtige, friedliche und nachhaltige Staatsgründung“ gibt, wollten die Veranstalter bei der Podiumsdiskussion drei Staatswerdungsprozesse betrachten, um aus diesen Erfahrungen Lehren für die Gegenwart und Zukunft zu ziehen. Als Beispiele dienten Kosovo, Somaliland und der Südsudan – drei Mal Staatswerdung, aber mit unterschiedlichen Voraussetzungen und auf verschiedenen Wegen.
Während die Staatswerdungen in Kosovo und Südsudan klassische Beispiele für einen großen internationalen Einfluss sind, zeichnet sich Somaliland durch eine weitgehend organische Entwicklung aus. Welche Strategien zur Unterstützung von Staatswerdungsprozessen mehr oder weniger erfolgreich sein können, diskutierten am 18. September 2011 Dr. Andreas Ernst, Neue Zürcher Zeitung, der Diplompolitologe Ulf Terlinden sowie Peter Schumann von der Universität Konstanz, moderiert von Natascha Zupan, FriEnt. Die vorliegende Dokumentation fasst die Ergebnisse der Diskussion zusammen.

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DE
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