Gewaltökonomie. Möglichkeiten und Grenzen entwicklungspolitischer Handlungsoptionen


| 2003

Eine Frient-Handreichung

Die Handreichung gibt einen kurzen Überblick über die wichtigsten Charakteristika und Ausprägungsformen von Gewaltökonomien. Sie richtet sich an Länder- und Projektverantwortliche in staatlichen wie nicht-staatlichen Einrichtungen der Entwicklungszusammenarbeit und möchte auf potenzielle Wechselwirkungen zwischen Projektmaßnahmen und gewaltökonomischen Strukturen hinweisen. Gewaltökonomien haben nicht nur im entwicklungspolitischen Kontext bedrohliche Auswirkungen und sind nicht nur durch Maßnahmen der Entwicklungspolitik einzuschränken. Ein nachhaltiger Erfolg setzt die Kohärenz von Außen-, Wirtschafts-, Entwicklungs- und Sicherheitspolitik voraus. Ein Anfangspunkt besteht darin, zunächst für jedes einzelne Politikfeld die Beziehungen und Berührungspunkte zu dem komplexen Phänomen der Gewaltökonomien darzulegen. Die Handreichung möchte für den Bereich der Entwicklungspolitik dazu einen Beitrag leisten. Im Text wird zunächst der Begriff der Gewaltökonomie (GÖ) erläutert und abgegrenzt. Anschließend wird durch konkrete Beispiele die Beziehung zum entwicklungspolitischen Kontext hergestellt. Fünf Leitfragen sollen abschließend dazu beitragen, das Beziehungsgeflecht zwischen Projektarbeit und gewaltbasierter Wirtschaftsdynamik besser zu erfassen und die Handlungsspielräume der eigenen Organisation bzw. lokaler Partner strukturiert zu reflektieren.

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Seitenzahl
17
Sprache
DE
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