Wirtschaft und Frieden – eine Bilanz: Mit dem Bulldozer Wirtschaften für den Frieden?

Caroline Kruckow und Sylvia Servaes
FriEnt | 2019

FriEnt-Briefing 14

Mitte der 90er Jahre, mit dem Krieg und Völkermord in Ruanda, hielt die Friedensarbeit Einzug in die Entwicklungsarbeit. Hintergrund war die schmerzliche Erfahrung, dass Entwicklung nicht “automatisch” Frieden bedeutete. Nun, mehr als 20 Jahre später, scheinen wir in den Bemühungen um die Integration von Friedens- und Entwicklungsarbeit wieder am Ausgangspunkt zu sein: „Jobs – jobs – jobs“ ist der Tenor des Weltentwicklungsberichts von 2011, mit dem auch 2018 mögliche Lösungen für zunehmend gewaltsame Situationen diskutiert und praktisch angegangen werden. Wirtschaftliche Entwicklung und die Schaffung von Arbeitsplätzen werden darin als zentrale Bestandteile für Stabilisierung, Konflikttransformation und Friedenskonsolidierung propagiert. Aber auch die Agenda 2030 und der „New Deal for Engagement in fragile States“ sehen eine besondere Rolle für die Wirtschaft und den privaten Sektor in der Konfliktbewältigung vor. Diesem Verhältnis ist FriEnt in einer Reihe von Veranstaltungen zwischen Juli 2017 und Juni 2018 nachgegangen und zieht hier eine erste Bilanz.

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