Impuls-Artikel

Auf ins Gipfeljahr 2019: Wie Friedensakteure die Überprüfung von SDG 16 nutzen können

Impuls 01/2019 von Marc Baxmann, FriEnt

2019 wird ein entscheidendes Jahr für die Zukunft des nachhaltigen Entwicklungsziels (SDGs) 16 für friedliche, gerechte und inklusive Gesellschaften. Höhepunkt ist das sogenannte High Level Political Forum im Juli in New York. Auf der Agenda steht dabei nicht nur die Überprüfung des Fortschritts bei der Erreichung von SDG 16, auch werden erstmalig eine Reihe von fragilen und von Konflikten betroffene Staaten über die Umsetzung der Agenda 2030 berichten. Für Friedensakteure eine große Chance und Herausforderung, die Themen aus SDG 16 in den Mittelpunkt zu rücken und um hochrangige politische Unterstützung für die Friedensdimension der Agenda 2030 zu werben.

„Am schwierigsten zu erreichen“, „nicht messbar“, „überambitioniert und überkomplex“, „zu politisch“, „wo anfangen?“ – die Skepsis gegenüber der Umsetzung von SDG 16 für...

Nepals Vision 2030 – Ein Balanceakt zwischen Anspruch und Wirklichkeit

Impuls-Beitrag von Sonja Vorwerk-Halve, Vertreterin der GIZ im FriEnt Team

Die Zukunftsvision der nepalesischen Regierung ist eindeutig: In 12 Jahren möchte Nepal zu einem inklusiven Wohlfahrtsstaat prosperieren, so hat sie es in ihrem Status- und Planungsbericht zur Agenda 2030 festgehalten. Die gegenwärtige Regierungspraxis bleibt jedoch für einen Großteil der Bevölkerung hinter ihren Erwartungen zurück. Dies gilt besonders für Marginalisierte, für ärmere Bevölkerungsgruppen, darunter besonders Frauen und junge Mädchen sowie für die Opfer des Bürgerkriegs und deren Angehörige. Zudem ist die Atmosphäre für viele zivilgesellschaftliche Vertreter*innen, offen Kritik zu äußern, angespannter geworden. Welche Auswirkungen dies für die Umsetzung der Vision der Regierung haben wird, bleibt abzuwarten. Ob dies jedoch langfristig zum sozialen Frieden in Nepal beiträgt, ist fraglich.

2018 ist das Jahr der Hoffnung für viele Bürger*innen in Nepal (gewesen). Nach...

Wirtschaft und Frieden – eine Bilanz: Mit dem Bulldozer Wirtschaften für den Frieden?

Impuls 10/2018 von Sylvia Servaes und Caroline Kruckow, FriEnt

Mitte der 90er Jahre, mit dem Krieg und Völkermord in Ruanda, hielt die Friedensarbeit Einzug in die Entwicklungsarbeit. Hintergrund war die schmerzliche Erfahrung, dass Entwicklung nicht “automatisch” Frieden bedeutete. Nun, mehr als 20 Jahre später, scheinen wir in den Bemühungen um die Integration von Friedens- und Entwicklungsarbeit wieder am Ausgangspunkt zu sein: „Jobs – jobs – jobs“ ist der Tenor des Weltentwicklungsberichts von 2011, mit dem auch 2018 mögliche Lösungen für zunehmend gewaltsame Situationen diskutiert und praktisch angegangen werden. Wirtschaftliche Entwicklung und die Schaffung von Arbeitsplätzen werden darin als zentrale Bestandteile für Stabilisierung, Konflikttransformation und Friedenskonsolidierung propagiert. Aber auch die Agenda 2030 und der „New Deal for Engagement in fragile States“ sehen eine besondere Rolle für die Wirtschaft und den privaten Sektor in der Konfliktbewältigung...

Thinking Big About Transitional Justice

Impuls 09/2018 by Pablo de Greiff, Director of the Transitional Justice Program at the Center for Human Rights and Global Justice at the School of Law at New York University.

This article is part of the FriEnt PeaceLabBlog Series on Transitional Justice, which will provide support to develop the government’s Transitional Justice strategy (2019).

With its expertise on SSR, rule of law and development, Germany is in an ideal position to strengthen the transitional justice agenda. For its new strategy, the key will be to enable effective links between these fields and to help articulate an effective prevention framework.

There is no question that these are challenging times for human rights. On the one hand, there is an...

What will peacebuilding look like in 2030?

Impuls 08/2018 by Jonathan Cohen, Executive Director at Conciliation Resources

Looking ahead often starts by looking back – checking where we have come from to reflect on where we are going. I have been engaged in peacebuilding for 26 years, most of those with Conciliation Resources. My first tentative steps in peacebuilding were taken in a different world. The Berlin Wall had recently fallen and the Cold War come to an end. Inspired by People’s Power in the Philippines and people seizing the space for autonomous action in Eastern Europe, civil society was demonstrating the power for change that could come from within societies. Conflict resolution and peacebuilding NGOs were coming into existence. The then UN Secretary General published an Agenda for Peace in 1992.

A quarter of a century later the current Secretary General is again placing...

Armenia in transition: When justice prevails in peace

Impuls 07/2018 by Vardan Hambardzumyan, Executive Secretary of YMCA Europe