Impuls-Artikel

Ensuring reparations and protecting social and economic rights in war-torn Bosnia and Herzegovina

Impuls 03/2019 by Nela Porobić Isaković, Project Coordinator of Women Organising Change for Bosnia at Women's International League for Peace and Freedom

According to international law, states are obliged to ensure reparations to victims in situations of serious human rights violations and violations of international humanitarian law. The purpose of reparations is to address the harms caused by violations, and ensure satisfaction for harms suffered through publicly recognizing victims as right-holders entitled to redress. Legal obligations, however, are one thing; the praxis of their implementation another. Often, countries are not keen to recognize and accept their responsibility for the violations – nor are they ready to direct resources into reparation programs. Bosnia and Herzegovina (BiH) is no different. Despite the fact that the country is approaching the 25th anniversary of the end of the war, a comprehensive reparations program...

Vergangenheitsarbeit und Friedensförderung: Die Vielfalt macht den Unterschied

Impuls 02/2019 von Sylvia Servaes, Ralf Possekel und Natascha Zupan, FriEnt

„We need to transform transitional justice“ erklärte uns vor mehr als 10 Jahren ein kenianischer Kollege, als FriEnt begann, sich intensiver mit den Schnittstellen von Transitional Justice, Friedensförderung und Entwicklung zu befassen.

Tatsächlich ist Transitional Justice in den vergangenen Jahren in Bewegung geraten. Das machen die gut dreißig Beiträge in dem PeaceLab-Blog zu „Vergangenheitsarbeit“ deutlich, den FriEnt gemeinsam mit dem Global Public Policy Institute (GPPI) moderiert hat. Mit zahlreichen Empfehlungen hat der Blog die Entwicklung der ressortgemeinsamen Strategie Vergangenheitsarbeit und Versöhnung in den letzten Monaten unterstützt und bereichert. Die Vielfalt der staatlichen, zivilgesellschaftlichen und wissenschaftlichen Stimmen zeigt: Der Blick auf Transitional Justice hat sich erweitert und das „Feld“ ist in der Realität ganz unterschiedlicher (Gewalt)Erfahrungen angekommen. Es...

Auf ins Gipfeljahr 2019: Wie Friedensakteure die Überprüfung von SDG 16 nutzen können

Impuls 01/2019 von Marc Baxmann, FriEnt

2019 wird ein entscheidendes Jahr für die Zukunft des nachhaltigen Entwicklungsziels (SDGs) 16 für friedliche, gerechte und inklusive Gesellschaften. Höhepunkt ist das sogenannte High Level Political Forum im Juli in New York. Auf der Agenda steht dabei nicht nur die Überprüfung des Fortschritts bei der Erreichung von SDG 16, auch werden erstmalig eine Reihe von fragilen und von Konflikten betroffene Staaten über die Umsetzung der Agenda 2030 berichten. Für Friedensakteure eine große Chance und Herausforderung, die Themen aus SDG 16 in den Mittelpunkt zu rücken und um hochrangige politische Unterstützung für die Friedensdimension der Agenda 2030 zu werben.

„Am schwierigsten zu erreichen“, „nicht messbar“, „überambitioniert und überkomplex“, „zu politisch“, „wo anfangen?“ – die Skepsis gegenüber der Umsetzung von SDG 16 für...

Nepals Vision 2030 – Ein Balanceakt zwischen Anspruch und Wirklichkeit

Impuls-Beitrag von Sonja Vorwerk-Halve, Vertreterin der GIZ im FriEnt Team

Die Zukunftsvision der nepalesischen Regierung ist eindeutig: In 12 Jahren möchte Nepal zu einem inklusiven Wohlfahrtsstaat prosperieren, so hat sie es in ihrem Status- und Planungsbericht zur Agenda 2030 festgehalten. Die gegenwärtige Regierungspraxis bleibt jedoch für einen Großteil der Bevölkerung hinter ihren Erwartungen zurück. Dies gilt besonders für Marginalisierte, für ärmere Bevölkerungsgruppen, darunter besonders Frauen und junge Mädchen sowie für die Opfer des Bürgerkriegs und deren Angehörige. Zudem ist die Atmosphäre für viele zivilgesellschaftliche Vertreter*innen, offen Kritik zu äußern, angespannter geworden. Welche Auswirkungen dies für die Umsetzung der Vision der Regierung haben wird, bleibt abzuwarten. Ob dies jedoch langfristig zum sozialen Frieden in Nepal beiträgt, ist fraglich.

2018 ist das Jahr der Hoffnung für viele Bürger*innen in Nepal (gewesen). Nach...

Wirtschaft und Frieden – eine Bilanz: Mit dem Bulldozer Wirtschaften für den Frieden?

Impuls 10/2018 von Sylvia Servaes und Caroline Kruckow, FriEnt

Mitte der 90er Jahre, mit dem Krieg und Völkermord in Ruanda, hielt die Friedensarbeit Einzug in die Entwicklungsarbeit. Hintergrund war die schmerzliche Erfahrung, dass Entwicklung nicht “automatisch” Frieden bedeutete. Nun, mehr als 20 Jahre später, scheinen wir in den Bemühungen um die Integration von Friedens- und Entwicklungsarbeit wieder am Ausgangspunkt zu sein: „Jobs – jobs – jobs“ ist der Tenor des Weltentwicklungsberichts von 2011, mit dem auch 2018 mögliche Lösungen für zunehmend gewaltsame Situationen diskutiert und praktisch angegangen werden. Wirtschaftliche Entwicklung und die Schaffung von Arbeitsplätzen werden darin als zentrale Bestandteile für Stabilisierung, Konflikttransformation und Friedenskonsolidierung propagiert. Aber auch die Agenda 2030 und der „New Deal for Engagement in fragile States“ sehen eine besondere Rolle für die Wirtschaft und den privaten Sektor in der Konfliktbewältigung...

Thinking Big About Transitional Justice

Impuls 09/2018 by Pablo de Greiff, Director of the Transitional Justice Program at the Center for Human Rights and Global Justice at the School of Law at New York University.

This article is part of the FriEnt PeaceLabBlog Series on Transitional Justice, which will provide support to develop the government’s Transitional Justice strategy (2019).

With its expertise on SSR, rule of law and development, Germany is in an ideal position to strengthen the transitional justice agenda. For its new strategy, the key will be to enable effective links between these fields and to help articulate an effective prevention framework.

There is no question that these are challenging times for human rights. On the one hand, there is an...